Das Netz

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Das Netz
Titel USA: The Net
Genre: Thriller
Farbe, USA, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-09-28
Laufzeit Kino: 118 Minuten
Kinoverleih D: Columbia Tristar

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1996-04-02
Kaufkassette: 1996-11-07
Laufzeit Video: 109 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar

DVD Deutschland: 1998-07-28
Laufzeit DVD: 110 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar



Szenenfoto Washington, D.C.: "Das war's dann wohl endgültig." Ernüchtert legt der Mann den Telefonhörer auf, greift zur Pistole und jagt sich eine Kugel in den Kopf. Tausende von Kilometern entfernt, in Venice Beach, Kalifornien, hockt derweil die versierte Systemanalytikerin Angela Bennett der Firma 'Cathedral Systems' an ihrem PC.

Bis auf die wenigen Besuche bei ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter und einer lang zurückliegenden Beziehung zu dem Therapeuten Dr. Alan Champion hat sie keinerlei Kontakt zur Umwelt. Die Kommunikation läuft über das Netz: Die Pizza wird Online bestellt und in der virtuellen Plauderecke der allabendliche Plausch abgehalten.

Am Vorabend ihres ersten Urlaubes seit sechs Jahren bekommt sie eine brisante Diskette zugespielt. Deren Inhalt besorgt Angelas Kollegen Dale Hessman derart, dass er persönlich mit ihr sprechen will. Doch Dale kommt nicht an - er stirbt bei einem Flugzeugunglück. Weitere mysteriöse Vorfälle häufen sich: Die Börse der Wall Street spielt verrückt, kein Flugzeug, auch nicht das von Angela, kann wegen defekter Rechner starten.

In Cancun lernt Angela den augenscheinlich charmanten Briten Jack Devlin kennen, der sich schon bald als brutaler Mörder entlarvt. Nur eins interessiert ihn: die Diskette. Knapp entgeht Angela einem Mordanschlag, doch jetzt ist sie ihre Identität los. Ihr Haus in L. A. wurde verkauft, ihre Fingerabdrücke weisen sie als Ruth Marx auf.

Ein Alptraum beginnt, aus dem sie sich nur ganz allein befreien kann. Langsam kommt sie hinter die dunklen Kräfte, die bei 'Cathedral Systems' wirken und die nicht nur die Herrschaft im Netz anstreben. Als sie erfährt, dass sich der Widersacher dieser bösen Pläne aufgrund einer gefälschten ärztlichen Diagnose in Washington das Leben nahm, kommt sie dem gigantischen Komplott auf die Spur ...


SzenenfotoDarsteller: Sandra Bullock (Angela Bennett), Jeremy Northam (Jack Devlin), Dennis Miller (Dr. Alan Champion), Diane Baker (Mrs. Bennett), Ken Howard (Bergstrom), Wendy Gazelle (Angelas Doppelgängerin), Ray McKinnon (Dale Hessman), L. Scott Caldwell (Pflichtverteidigerin), Gerald Berns (Jeff Gregg), Robert Gossett (Ben Phillips)

Regie: Irwin Winkler

Stab: • Produzenten: Irwin Winkler, Rob Cowan für Columbia Pictures • Drehbuch: John Brancato, Michael Ferris • Vorlage: - • Filmmusik: Mark Isham • Kamera: Jack N. Green • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Dennis Washington • Schnitt: Richard Halsey • Kostüme: Linda Bass • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Filmkritik von Thomas Küng

film-dienst 26.09.1995: Der thematisch reizvolle Hi-Tec-Thriller baut eher auf aktionsreiche Verwicklungen, statt auch die spannungsvolle psychologische Situation auszuloten. Gezielte Effekte erhöhen spekulativ die Faszination der Datenwelt, ohne ihre problematischen Seiten ernstlich in den Blick zu nehmen.

Cinema 10/1995: Ähnlich wie "Während Du schliefst ..." ist auch "Das Netz" letztlich eine gut gespielte One-woman-Show des Hollywood-Shooting-Stars Sandra Bullock. Als solche offenbart Winklers Thriller allerdings schon in den ersten Szenen seinen eklatantesten Schwachpunkt: Die Faszination des Internets hin oder her - wer glaubt einer Frau wie Sandra schon, dass sie ihre Abende allein mit einer Pizza am heimischen Computer verbringt?

Der Spiegel 39/1995: "Das Netz" hätte ein rasanter Digital-Tango werden können. doch statt seine High-Tech-Heroine auf eine turbulente Reise über die Info-Autobahnen zu hetzen, schickt Regisseur Irwin Winkler die rehäugige Sandra Bullock nur ganz banal auf eine endlose Flucht durch die Straßen von Los Angeles.

Blickpunkt Film: Die Vision vom Internet als allesüberwachender 'Big Brother' gibt der Hitchcock-Variante im Cyberspace einen Anstrich von Technik-Paranoia, die ihren beängstigenden Effekt nicht verfehlt."

epd Film: "Das Netz" bezieht seinen Reiz aus dem Kampf des einzelnen gegen die unsichtbare Macht, die überall und nirgends ist.


SzenenfotoBemerkungen

Die Dreharbeiten begannen am 5. Januar 1995 in Moscone Convention Center in San Francisco, wo gerade die Macworld-Ausstellung stattfand. Danach wurden noch im Januar die Dreharbeiten nach Venice in Kalifornien verlegt. Die Innenaufnahmen fanden im Anschluß daran auf der Bühne 23 der Sony Studios in Culver City statt. Die Aufnahmen wurden in Washington D. C. mit einem Drehtag für die Eröffnungssequenz abgeschlossen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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