Eine Frau für zwei

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Eine Frau für zwei
Titel Frankreich: Gazon maudit
Genre: Liebeskomödie
Farbe, Frankreich, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-10-05
Laufzeit Kino: 105 Minuten
Kinoverleih D: Tobis Filmkunst

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-11-05
Kaufkassette: 1996-11-05
Laufzeit Video: 104 Minuten
Anbieter: VCL


Szenenfoto Der Ehemann, die Ehefrau, die Geliebte ... Ein klassisches Trio - aber nur auf den ersten Blick. Sieht man jedoch genauer hin, hat das weniger mit Kammermusik zu tun, sondern eher mit Free Jazz ...

Laurent ist mit Loli verheiratet. Sie haben zwei nette Kinder und ein schönes Haus bei Avignon. Laurent verdient gut, er verkauft Immobilien, und die Ehe ist sehr glücklich und harmonisch: vor allem, weil Lili von Laurents Doppelleben als notorischer Schürzenjäger nichts weiß: Laurent bedient seine Immobilienkundinnen gerne sexuell.

Dieses idyllische Bild gerät schlagartig ins Wanken, als Marijos klappriger Campingbus genau vor dem Haus der beiden eine Panne hat und sie bei Loli und Laurent anklopft. Bei einem "Herrenabend" wird nicht, wie von Laurent erwartet, die Lesbe "vorgeführt", sondern die geht Ehefrau Loli an die Wäsche und verführt sie auch noch.

Laurent und Marijo trennen Welten, doch in einem Punkt sind sie sich einig: sie lieben die Frauen, und die klassische Frage, wie es einem Mann ergeht, wenn seine Frau ihn betrügt, stellt sich diesmal etwas anders: Der Rivale ist diesmal eine SIE ...

Laurents Liebschaften kommen auch noch ans Tageslicht, er dreht durch. Man einigt sich: drei Tage gehört Loli zu Marijo, drei Tage zu Laurent, doch bald sucht Loli das Weite. Marijo verläßt das Haus nur unter einer Bedingung ... ein Kind von Laurent. Jetzt will Loli wieder zu Marijo zurück. Und Laurent trifft bei einem Immobiliendeal einen verführerischen Mann ...


SzenenfotoDarsteller: Victoria Abril (Loli), Josiane Balasko (Marijo), Alain Chabat (Laurent), Ticky Holgado (Antoine), Miguel Bosé (Diego), Catherine Hiegel (Dany), Catherine Samie (Prostituierte), Michèle Bernier (Solange), Telsche Boorman (Dorothy Crumble), Katrine Boorman (Emily Crumble), Véronique Barrault (Véro), Sylvie Audcoeur (Ingrid), Maureen Diot (Christelle)

Regie: Josiane Balasko

Stab: • Produzenten: Claude Berri für Renn / TF 1 Films / Les Films Flam • Drehbuch: Josiane Balasko • Vorlage: - • Filmmusik: Manuel Malou • Kamera: Gérard de Battista • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Carlos Conti • Schnitt: Claudine Merlin • Kostüme: Fabienne Katany • Make Up: Didier Lavergne • Ton: Pierre Lenoir • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 26.09.1995: Das scheinbar glückliche Familienleben eines Immobilienmaklers gerät durch eine lesbische Frau aus den Fugen. Eine Dreieckskomödie, die die Konventionen des Genres bemüht und das Bild der lesbischen Frau lediglich als stereotypes Versatzstück einbaut. Die sexuelle Unordnung dient der platten Bestätigung der gesellschaftlichen Ordnung, die sich ansonsten in dummen Herrenwitzen erschöpft.

Cinema 10/1995: Wenn die Deutschen diese Sternstunde des französischen Kinos wieder mal ignorieren, sind sie selbst schuld - und müssen sich zur Strafe in zirka zwei Jahren das wohl unvermeidliche Hollywood-Remake angucken ... Intelligente Erotik-Farce voller Tempo, Witz und Anarchie.

Rhein-Zeitung 04.10.1995: Freche Dreiecksgeschichte.

Dirk Jasper FilmLexikon
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