Der kleine Zigarrenladen von Auggie Wren in Brooklyn, Ecke Third Street und Seventh Avenue. Hier erlebt man jeden Tag, wirklich jeden Tag den unverwüstlichen Auggie, wie er nicht nur mit Tabakwaren aller Art handelt und sich am großen Geschäft seines Lebens versucht (einer Ladung Kuba-Zigarren, deren Verkauf in den USA wegen des Boykotts gegenüber Kuba verboten ist), nein, darüber hinaus versucht er auch, ein wenig das Leben und das Schicksal seiner Freunde, Kumpels und Bekannten zu beeinflussen und zu korrigieren.
Erfahrungen und Erlebnisse werden hier ausgetauscht, und zu denen, die sich regelmäßig bei Auggie mit Nachschub eindecken, gehört auch der Schriftsteller Paul Benjamin. Paul holt nicht nur seine Schimmelpennicke bei Auggie, sondern auch den Stoff für seine Geschichten - und seine Träume. Denn er leidet immer noch darunter, dass seine Frau bei einem Banküberfall im Kugelhagel auf offener Straße erschossen wurde.
Die Lust am Fabulieren leitet alle, die zu Auggie kommen, und Geschichtenerzähler sind sie alle, alle die bei ihm verkehren. Und ob sie dabei wirklich immer ganz bei der Wahrheit bleiben, das wird bald unerheblich ... denn die Wirklichkeit kennt viele Arten, mit sich umzugehen. Und nicht die schlechteste Art ist die, die Auggie selbst gefunden hat: Wenn er mit seinem Fotoapparat jeden Tag eine Aufnahme von der Straßenkreuzung vor seinem Laden macht, immer dieselbe Stelle, immer dieselbe Uhrzeit ...
Filmkritiken
Cinema 10/1995: Hübsche, vor allem schauspielerisch exzellente Melange aus Film, Bühne und Hörspiel ... Schweigen ist Gold? Pah! Plaudern ist Platin in diesem feinen Episodenfilm.
Für Sie 22/1995: Großes Kino für Menschen mit Gespür für feine Zwischentöne.
BZ: Genial erzählt. Ein Episodenfilm, in dem jede Figur Tiefe hat, jede Szene Spannung und jede Minute Witz.
TV Spielfilm: Ein Meisterwerk mit großartigen Schauspielern, guter Musik, feiner Komik und erstklassiger Rauchware.