Stadtgespräch

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen • Interview mit Rainer Kaufmann •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Stadtgespräch
Genre: Liebeskomödie
Farbe, Deutschland, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-10-25
Laufzeit Kino: 89 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-05-09
Laufzeit Video: 89 Minuten
Anbieter: Touchstone


Szenenfoto Monika Krauss, Radiomoderatorin eines Hamburger Privatsenders, gibt in ihrer täglichen Sendung Tips in Beziehungsfragen. Während sie ihren Anrufern wohlmeinende Nachhilfe in Sachen Liebesleben gibt, liegt ihr eigenes völlig brach. Monika hat nämlich den Männern abgeschworen. Sehr zum Ärger ihrer Mutter, die Monika schon als biologische Zeitbombe bezeichnet.

An Monikas 30. Geburtstag gelingt es ihrem Bruder Rene, sie zu überzeugen, eine Kontaktanzeige aufzugeben. So hat er ja immerhin seinen gutaussehenden, wenn auch ein wenig einfältigen Freund Karl kennengelernt. Die Verabredungen beginnen, und eine ist schlimmer als die andere. Gerade als Monika enttäuscht das Handtuch werfen will, taucht der Zahnarzt Erik auf. Die Hörfunkmoderatorin ist sprachlos - Erik sieht nicht nur gut aus, er besitzt auch Charme und Humor. Kurz: Erik ist Monikas Traummann.

Um vor Erik, der ihr von Tag zu Tag mehr ans Herz wächst, eine gute Figur zu machen, besucht Monika fortan ein Fitneß-Studio und lernt dort Sabine kennen. Sabine - verheiratet, zwei Kinder - und Monika, vom Typ sehr ähnlich, freunden sich schnell miteinander an. Überhaupt verändert sich für Monika das Leben grundlegend.

Waren ihre Einschaltquoten in letzter Zeit wegen ihrer manchmal harschen Art stetig gefallen, steigen diese sehr zur Freude ihres Chefs wieder. Grund dafür sind ihre inzwischen sanften und gefühlsbetonten Ratschläge für alle Lebenslagen. Doch Monikas Glück ist nur von kurzer Dauer.

Als sie eines Tages bei Sabine zum Essen eingeladen ist, trifft sie fast der sprichwörtliche Schlag: Es stellt sich doch tatsächlich heraus, dass Erik Sabines Mann ist! Am nächsten Tag sendet Monika Krauss wieder Männervernichtungstiraden über den Äther. Ihre Hörer sind geschockt. Auch René, der sich inzwischen ebenfalls in Erik verliebt hat und deshalb Karl verlassen will, ist empört. Er bestärkt Monika, sich sofort von dem untreuen Zahnarzt zu trennen.

Doch Erik gibt Monika nicht kampflos auf. Wieder und wieder beteuert er, dass seine Ehe schon längst gescheitert sei. Die verwirrte Monika läßt sich erweichen und setzt ihre Affäre fort. Da steht eines Tages Sabine mit ihren zwei Kindern vor Monikas Tür und bittet um Unterschlupf. Sie hat herausgefunden, dass Erik sie betrügt, weiß aber noch nicht mit wem. Monika bringt es nicht fertig, ihrer Freundin alles zu beichten.

Die Verwirrung wächst. René versteht seine Schwester nicht mehr, Sabine forscht nach ihrer Nebenbuhlerin, und Monika hat alle Hände voll damit zu tun, ihre Treffen mit Erik geheimzuhalten. Erik wiederum will zwar Sabine und vor allem seine beiden Kinder nicht verlieren, läßt aber keine Möglichkeit aus, Monika zu verführen.

Schließlich findet Sabine durch einen dummen Zufall heraus, wer die Geliebte ihres Mannes ist, und Monika muß aus ihrer eigenen Wohnung fliehen. Das Melodram wird zum Stadtgespräch, als Sabine, Erik, René und Karl Monika während ihrer Sendung anrufen, um ihre Meinung über die verzwickte Affäre kundzutun.

Zu guter Letzt verlassen beide Frauen Erik, der auch auf das Haus verzichtet. Dort wohnen jetzt Monika, Sabine und die Kinder. Das perfekte Glück scheint eingekehrt zu sein. Da gibt wieder eine der beiden Frauen eine Kontaktanzeige auf ...


SzenenfotoDarsteller: Katja Riemann (Monika Krauss), August Zirner (Erik Kirsch), Martina Gedeck (Sabine Kirsch), Kai Wiesinger (René Krauss), Moritz Bleibtreu (Karl), Karin Rasenacker (Frau Krauss)

Regie: Rainer Kaufmann

Stab: • Produzenten: Henrik Meyer, Dirk R. Düwel für Studio Hamburg / ZDF • Drehbuch: Ben Taylor • Vorlage: - • Filmmusik: Stefan Traub • Kamera: Klaus Eichhammer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Myriande Heller • Schnitt: Ursula Mai • Kostüme: Brigitte Heick • Make Up: Guido Lutz • Ton: Ulrich Fengler • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Für Sie 22/1995: Spritzige Dreieckskomödie und spitzzüngiger Beziehungsspaß.

TV Spielfilm 22/1995: Rainer Kaufmann und Ben Taylor schufen ein kleines Wunder: eine amüsante Beziehungskomödie auf Deutsch!

film-dienst 21/1995: Fürs Fernsehen produzierte, nur in wenigen Momenten wirklich geistvolle Komödie, die zumeist klischeehaften Typisierungen aufsitzt. Prominent besetzt, inhaltlich und inszenatorisch aber wenig einfallsreich.


SzenenfotoBemerkungen

Die Dreharbeiten fanden vom 24. Januar bis zum 2. März 1995 in Hamburg und Umgebung statt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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