Stargate

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen • Stargate - Die Serie

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Stargate
Titel USA: Stargate
Genre: SF-Abenteuer
Farbe, USA, 1994, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-03-09
Laufzeit Kino: 121 Minuten
Kinoverleih D: Scotia Film

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1995-11-13
Kaufkassette: 1996-04-01
Laufzeit Video: 116 Minuten
Anbieter: BMG UFA

DVD Deutschland: 2001-08-14
Laufzeit DVD: 125 Minuten
Anbieter: Kinowelt



Szenenfoto Bei Ausgrabungsarbeiten in der Nähe der Pyramiden von Giseh findet 1928 ein Archäologe rätselhafte Steinplatten, die mit fremdartigen Hieroglyphen übersät sind. Unter den Platten kommt etwas Erstaunliches hervor: Ein metallischer Ring mit einem Durchmesser von fast zehn Metern. Bald findet er heraus, dass dieser Ring weder aus der Vergangenheit noch aus Ägypten stammt ...

65 Jahre später wird der junge Ägyptologe Daniel Jackson, der mit seinen radikalen Thesen über die Ursprünge der ägyptischen Kultur von seinen Kollegen nur Spott und Verachtung erntet, von einem hochrangigen Soldaten aufgesucht. Colonel Jack O'Neill engagiert ihn für ein streng geheimes Projekt der US-Regierung: Daniel soll die Zeichen auf dem mysteriösen Ring entschlüsseln, der seit seiner Entdeckung streng von der Regierung unter Verschluß gehalten wurde.

Catherine Langford, die Tochter des Archäologen, der einst die geheimen Funde entdeckte, ist überzeugt, dass Daniel der einzige ist, der die Geheimnisse der Hieroglyphen entschlüsseln kann. Daniel macht sich an die Entschlüsselung der Zeichen, und es gelingt ihm tatsächlich, das Rätsel zu lösen. Was er herausfindet, ist unglaublich!

Es handelt sich um ein Tor, ein funktionstüchtiges Stargate, das die Verbindung zu einem zweiten Stargate in einer anderen, unbekannten Welt herstellt. Gemeinsam mit Colonel O'Neill, der die Mission leitet, und den besten vier Männern aus dessen Spezialeinheit, wagt Daniel den Schritt durch das Stargate.

Als sie das andere Ende des Sternentores passieren, finden sie sich in einer zehn Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie wieder, in einer unvorstellbar andersartigen Welt. Brutale Krieger mit animalischen Köpfen und hochentwickelten Waffen beherrschen das fremdartige Wüstenreich. Aus der Forschungsreise wird ein Kampf um Leben und Tod.

O'Neill und Daniel werden von den Truppen des skrupellosen Herrschers Ra bedroht. Sie müssen das Geheimnis der Pyramiden lösen, sonst sind sie alle verloren, denn die bösartigen Kreaturen verschließen den Rückweg durch das Sternentor ...


SzenenfotoDarsteller: Kurt Russell (Colonel Jack O'Neill), James Spader (Daniel Jackson), Jaye Davidson (Ra), John Diehl (Kawalsky), Mili Avital (Sari), Viveca Lindfors (Catherine), Alexis Cruz (Skaara)

Regie: Roland Emmerich

Stab: • Produzenten: Joel B. Michaels, Oliver Eberle, Dean Devlin, Marc Frydman für Canal + / Centropolis Film / Carolco • Drehbuch: Dean Devlin, Roland EmmerichVorlage: - • Filmmusik: David Arnold • Kamera: Karl Walter Lindenlaub • Spezialeffekte: Kit West, Kleiser-Walczak Construction Co. • Ausstattung: Holger Gross • Schnitt: Michael J. Duthie, Derek Brechin • Kostüme: Joseph Porro • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Gerhard Heeke

Cinema: Die Klischees sind alt, aber sie wurden noch nie so zusammengerührt. 'Stargate' ist eine pralle Packung Popcorn-Kino, ein 'Flash Gordon'-Trip mit den Modulen eines 'Star Wars'-Videospiels.

epd Film: Nach Wolfgang Petersons Erfolg mit "In The Line Of Fire" hat sich nun auch Roland Emmerich mit 'Stargate' in Hollywood in eine andere Liga katapultiert. In 14 Wochen hat der Film dort bis Ende Januar '95 über 70 Millionen Dollar eingespielt.

Blickpunkt: Film: Emmerich hat tief in die narrative Kiste gegriffen und hat etwas herausgeholt, das uns alle einmal fasziniert hat: das alte Ägypten, die Pharaonen und ihre Pyramiden. Mit Mythen macht man Erfolge, das beweist 'Stargate' wie kaum ein Film der letzten Jahre.

Treffpunkt Kino: Ein kosmischer Freudenritt - Science Fiction-Abenteuer erster Klasse.

Lexikon des internationalen Films: Ein mit großem technischem Aufwand und bestaunenswerten Spezialeffekten inszeniertes Science-fiction-Agenteuer, dessen dünne Geschichte das Interesse aber bald erlahmen läßt.


SzenenfotoBemerkungen

Roland Emmerich, 1955 in Stuttgart geboren, inszenierte 1979 sein erstes Filmprojekt "Franzmann". Mit "Das Arche Noah Prinzip" und "Joey" erregte er weltweites Interesse, so dass der Folgefilm "Hollywood Monster" bereits in Hollywood produziert wurde. Die US-Filmfirma Carolco wurde auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn für Universal Soldier, einen äußerst erfolgreichen Action-Film mit Dolph Lundgren und Jean-Claude Van Damme. Nachdem er "High Crusade - Frikassee im Weltraum" produzierte, startete am 19. September 1996 in Deutschland sein letztes Spektakel in den Kinos, die Invasion der Aliens am Independence Day mit Jeff Goldblum und Bill Pullman. Danach begibt er sich ins tierische Genre und nimmt eine weitere "Godzilla"-Verfilmung in Angriff.

James Spader, der 1981 in "Endlose Liebe" von Franco Zeffirelli sein Spielfilmdebüt gab, konnte seinen Durchbruch in Steven Soderbergs "Sex , Lügen und Video" feiern, für den er 1986 in Cannes den Darstellerpreis gewann. Des weiteren spielte er u. a. in "Todfreunde", "Die Musik des Zufalls" und "Wolf - Das Tier im Mann" mit. Am 7. November 1996 kam er in David Cronenbergs jüngstem Film, Crash, in die deutschen Kinos.

John Carpenter bescherte Kurt Russell mit dem Fernsehfilm "Elvis - The King" (1979) den Durchbruch. Gemeinsam drehten sie danach noch "Die Klapperschlange", "Das Ding aus einer anderen Welt" und "Big Trouble In Little China". Russell, der ständig Charaktere und Genres wechselt, war des weiteren in "Silkwood", "Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen", "Fatale Begierde", Captain Ron" "Tombstone" und "Einsame Entscheidung" zu sehen. Am 24. Oktober 1996 startete mit ihm in Deutschland mit Flucht aus L. A. die Fortsetzung des Sci-Fi-Thrillers "Die Klapperschlange" in den Kinos, die wiederum von John Carpenter in Szene gesetzt wurde.

Jaye Davidson wurde durch seine Rolle eines Transsexuellen in Neil Jordans "The Crying Game" weltberühmt.

Die israelische Schauspielerin Mili Avital gab in "Stargate" ihr Hollywood-Debüt. Danach war sie neben Johnny Depp in Jim Jarmuschs Dead Man zu sehen.

Dreharbeiten

55 Millionen Dollar durfte der deutsche Regisseur Roland Emmerich für sein Traumprojekt 'Stargate' ausgeben - mit überwältigendem Erfolg. Das fantastische Märchen um ägyptischen Mythologien und Außerirdische, das Millionen von Lichtjahren von der Erde entfernt auf dem Planeten Abydos spielt, brachte in Amerika über 70 Millionen Dollar ein.

1.500 Schauspieler und Statisten mußten von dem Kostümdesigner Joseph Porro eingekleidet werden, vier- bis fünftausend Gewänder wurden hierfür angefertigt. Für die Wüstenlandschaften des Planeten wurde die Gegend um Yuma in Arizona auserkoren.

Die Sanddünen stellten die Filmemacher vor enorme Probleme: Nicht nur tonnenschweres Material mußte hier transportiert werden, auch die Erhaltung der Dünen in ihrem originären Zustand forderte der Crew ausgetüftelste Ideen ab. Um Fußspuren zu verwischen, wurde ein riesiger Ventilator und sogar ein Hubschrauber eingesetzt. Am Ende jedoch forderte die Natur eine handfeste Lösung: Eine Brigade Männer und Frauen war mit dem Besen im ständigen Einsatz.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1995 BMG UFA © 1996 Premiere © 1994 - 2010 Dirk Jasper