Gerhard Heeke über Stargate

Nachdem es um die Thematik "Science Fiction" in den letzten Jahren recht ruhig geworden ist, scheint jetzt wieder Schwung in dieses Metier zu kommen. Nach "Star-Trek - Treffen der Generationen" und dem noch ausstehendem "Waterworld" mit Kevin Costner, liegt nun deutsch-amerikanische Hausmannskost vor. Die Story rund um Stargate ist schnell erzählt. In Ägypten wird bei Ausgrabungen ein hochtechnisches Gerät gefunden. Ein junger Wissenschaftler (James Spader) bekommt heraus, dass es sich dabei um ein Sternentor handelt. Nachdem auch noch die Bedienung geklärt worden ist, betritt ein militärisches Vorauskommando unter der Führung von Colonel O'Neil (Kurt Russel) durch das Tor eine neue Welt. In dieser Welt finden Sie Menschen, die einst von der Erde kamen und nun von einem Außerirdischen als Sklaven gehalten werden. Jeder der auch nur einen Film mit Happy End gesehen hat, kennt nun auch den Rest der Geschichte.

Unter dem schwachen Drehbuch und den platten Dialogen (so zumindest in der Originalfassung) leidet der Film noch am meisten. Aber auch die (digitalen) Spezialeffekte sind leider nur zweite Wahl.

Dem Film gelingt es nicht eine Spannung aufzubauen und dann zu halten, dafür verfällt er zu oft ins (unfreiwillig) Komische. Die Charaktere bleiben flach gezeichnet. Zumindest sind James Spader und Kurt Russel einigermaßen gute Schauspieler. Wobei allerdings Kurt Russel mit dem einsilbigen Soldaten eindeutig unterfordert wird. Die Besetzung des Außerirdischen mit Jaye Davidson ist ein glatter Fehlgriff. Er wirkt nun überhaupt nicht bedrohlich sondern lachhaft.

Fazit: Auch für SF-Fans eine Enttäuschung. Wer wirklich gutes Kino sehen will, sollte sich "Die Verurteilten" mit Tim Robbins und Morgan Freeman ansehen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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