Biester

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Biester
Titel Frankreich: La Cérémonie
Genre: Thriller
Farbe, Frankreich, Deutschland, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-11-02
Laufzeit Kino: 107 Minuten
Kinoverleih D: Filmwelt-Prokino

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-05-07
Laufzeit Video: 111 Minuten
Anbieter: VPS


Szenenfoto Die Lelievres sind eine glückliche Familie. Georges ist Fabrikant und liebt seine schöne Frau Catherine, Georges' Tochter Melinda studiert, und Catherines 15jähriger Sohn Gilles geht aufs Gymnasium. Sie leben in einem großen, komfortablen Haus auf dem Land, in der Nähe von Saint-Malo.

An einem Wintermorgen erwartet Catherine Lelievre am Bahnhof von Saint-Malo ihr neues Hausmädchen. Sophie, eine zurückhaltende und unscheinbare junge Frau, bringt das bürgerlich-elegante Haus der Lelievres bald auf Hochglanz. Unermüdlich und mechanisch erledigt Sophie ihre Arbeit und verbringt ihre Abende allein vor dem Fernseher. Anrufe oder Briefe erhält sie keine.

Die Familie Lelievre verwundert das ein wenig, aber angesichts solcher Leistungen verschließt man gerne die Augen. Als Catherine und Georges mit den Kindern in Korsika Ferien machen, wagt sich Sophie erstmals in das nahegelegene Städtchen. Dort lernt sie die Postbeamtin Jeanne Marchal kennen, die ihr in manchen Situationen eine willkommene Hilfe wird.

Doch Jeannes Freundlichkeit hat einen Grund: Schon lange ist ihr das verborgene Familienglück der Lelievres ein Dorn im Auge - und durch Sophie bietet sich die ersehnte Gelegenheit, ihre neugierige Nase nicht nur in die Post, sondern auch in den Haushalt der Lelievres zu stecken.

Bald verbindet Sophie und Jeanne mehr als eine Freundschaft. Ein dunkler Fleck in der Vergangenheit macht sie zu Verbündeten. Als die Familie Lelievre aus dem Urlaub zurückkehrt und Jeanne in ihrem Haus entdeckt, wird ihr die Tür gewiesen. Doch das schweißt Jeanne und Sophie umso mehr zusammen. Ihr Haß hat nun ein gemeinsames Ziel.

Georges ahnt nichts Gutes ... Als Sophie, um Jeannes Neugier zu befriedigen, ein Telefonat belauscht, erfährt sie, dass Georges' Tochter Melinda ein Kind erwartet und die Reaktion ihres Vaters fürchtet. Durch einen Zufall wiederum entdeckt Melinda Sophies größtes Handikap.

Um ihr lebenslang geschütztes Geheimnis zu wahren, versucht Sophie Melinda zu erpressen. Doch Melinda vertraut sich ihrer Familie an - und Sophie wird entlassen.

Am nächsten Abend schleichen sich Jeanne und Sophie ins Haus. Unbemerkt, denn die ganze Familie Lelievre lauscht vor dem Fernseher einer Mozart-Oper.

Zu "Don Giovannis'" lieblichen Klängen inszeniert das psychotische Gespann eine makabre Zeremonie ...


SzenenfotoDarsteller: Isabelle Huppert (Jeanne), Sandrine Bonnaire (Sophie), Jacqueline Bisset (Catherine), Jean-Pierre Cassel (Georges), Virginie Ledoyen (Melinda), Valentin Merlet (Gilles), Julien Rochefort (Jeremie), Dominique Frot (Madame Lantier), Jean-Francois Perrier (Pfarrer), Yves Verhoeven (Lieferant), Philippe Lecoq (Philippe)

Regie: Claude Chabrol

Stab: • Produzenten: Marin Karmitz • Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff • Vorlage: Roman "Urteil in Stein" von Ruth Rendell • Filmmusik: Matthieu Chabrol • Kamera: Bernard Zitzermann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Daniel Mercier • Schnitt: Monique Fardoulis • Kostüme: Corinne Jorry • Make Up: Thi Loan Nguyen, Jocelyne Lemery • Ton: Jean-Bernard Thomasson • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 22/1995: Distanziert beobachtend, ohne Erklärungs- oder Identifikationsangebote, beschreibt der kammerspielartig inszenierte Film die tragischen Folgen individueller Verständigung. Dank pointierter Darstellung und Inszenierung beeindruckend, aber auch schockierend.

Für Sie 22/1995: Rasend spannender Psychothriller von Altmeister Claude Chabrol. Beim Abspann unbedingt sitzen bleiben - erst dann klärt sich alles auf!

TV Spielfilm 22/1995: Isabelle Huppert und Sandrine Bonnaire sind ein großartiges Duo: die eine ein kaltschnäuziges Plappermaul, die andere eine tickende Zeitbombe. Dafür wurden beide bei den Filmfestspielen von Venedig als Beste Darstellerinnen ausgezeichnet.

Dirk Jasper FilmLexikon
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