Produktionsnotizen zu Pocahontas

Szenenbild "Pocahontas" ist zu einem Zeitpunkt entstanden, an dem die Animationsabteilung von Disney ihren Höhepunkt bezüglich ihrer Produktivität und Kreativität erreicht hat. Mit mehr als 1200 Mitarbeitern (1985 waren es noch 175), die momentan in den Studios in Kalifornien, Florida und Frankreich an verschiedenen Projekten beschäftigt sind, verfolgt Disney nach wie vor seinen Kurs, die Zukunft dieser Kunstform weiter zu bestimmen und weiter zu entwickeln. Als Symbol für Disneys Vormachtstellung auf dem Gebiet des Zeichentrickfilms gilt auch das spektakuläre, neue Gebäude der Spielfilmanimationsabteilung, das von dem Architekten Robert A. M. Stern mit einem supermodernen, futuristischen Design ausgestattet und im Dezember 1994 feierlich eröffnet wurde. Passend dazu feierte Disney im selben Jahr mit "Der König der Löwen" den größten Erfolg seiner Geschichte. In den USA wurde er zum fünfterfolgreichsten Film aller Zeiten, auf dem internationalen Markt erreichte er das zweitbeste Einspielergebnis der Kinogeschichte.

"Pocahontas" ist der 33. abendfüllende Walt-Disney-Zeichentrickfilm.

Die fesselnde Geschichte über eine große Liebe und das Aufeinandertreffen zweier gegensätzlicher Kulturen hat ihren Ursprung in den historischen Ereignissen und Volksweisen, die sich um die Begegnung der jungen Indianerin Pocahontas mit dem englischen Abenteurer Käpt'n John Smith ranken.

Acht neue, aufregende Songs von Alan Menken und Stephen Schwartz runden diesen hinreißenden Film ab.

Roy Disney, Vizepräsident der Walt Disney Company und Chef der Animationsabteilung, über "Pocahontas":

"Die Geschichte hat uns vor allem deshalb angesprochen, weil sie von Menschen handelt, die in dieser Welt miteinander auskommen wollen. Obwohl ihre Kulturen nicht unterschiedlicher sein können, müssen sie versuchen, im selben Land miteinander zu leben. Diese überaus aktuelle Geschichte wollten wir unbedingt erzählen, denn es gibt in der heutigen Zeit zahlreiche Orte, an denen so etwas täglich geschieht."

Dirk Jasper FilmLexikon
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