Angst über der Stadt, Bei der Untersuchung einer bizarren Mordserie werden zwei scheinbar grundverschiedene Detectives gegen ihren Willen zusammengeschweißt: der ausgebrannte, illusionslose Cop-Veteran William Somerset und sein hitzköpfiger, designierter Nachfolger David Mills.
Doch den Männern bleibt nicht viel Zeit, einander scharfzüngige Lektionen in Sachen Moral und Gesetzestreue zu erteilen. Denn ein so abwegiger wie furchtbarer Verdacht Somersets entpuppt sich rasch als brutale Realität: die mit teuflischer Akribie ausgeführten Greueltaten gehen auf das Konto eines Ritualmörders, der seine Opfer nach dem Prinzip der sieben Todsünden umbringt.
Maßlosigkeit, Habsucht, Trägheit, Hochmut, Wollust, Neid und Zorn - jede dieser "Sünden" bestraft und versinnbildlicht der Serienkiller mit seinen barbarischen Morden, ohne der Polizei auch nur den kleinsten Hinweis auf seine Motive oder seine Identität zu lassen. Doch während Somerset und Mills einander mehr schlecht als recht zu respektieren lernen, kommen sie dem Täter dank kriminalistischer, nicht immer legaler Puzzlearbeit endlich auf die Spur.
Aber selbst als sie das tödliche Genie John Doe nach einer Jagd voller Rückschläge in sicherem Gewahrsam zu haben glauben, ist der Fall noch längst nicht ausgestanden. Denn zu eng sind die Wege und Gedanken der beiden besessenen Cops und des fanatischen Killers nun miteinander verknüpft, um die Schicksale aller drei Männer unbeschadet zu lassen.
So blicken Somerset und Mills am Ende geradewegs in den Schlund des Bösen.Und sehen nur - das Böse ...
Filmkritiken
Filmkritik von Gerhard Heeke
Filmkritik von Dirk Douglas Schuster
Filmkritik von Herbert Adam
Rhein-Zeitung 09.11.1995: Abgesehen von der nicht gerade originellen Idee, dass sich zwei Cops am Anfang nicht riechen können und am Ende zu echten Partnern werden, ist "Sieben" ein solider Thriller.
film-dienst 24/1995: Ein vorwiegend Ekel erzeugender Detektivfilm, der sich mehr für die pathologischen Ergebnisse der Mordkette interessiert als für eine Handlung, die Hand und Fuß hätte. Auch die effektvolle Machart macht die geschmacklose Story nicht genießbarer.
TV Spielfilm 24/1995: Regisseur David Fincher greift wie schon für sein Debüt "Alien 3" tief in die Thriller-Trickkiste. Seine Schauspieler agieren in einer alptraumhaften Szenerie, die an "Blade Runner" und "Das Schweigen der Lämmer" erinnert.