Stephan Merten über Nine Months

Eine banale Geschichte : Frau wird schwanger, Kindsvater kommt damit nicht klar, Frau trennt sich kurz von ihm, bis dieser erkennt, dass er Frau und Kind über alles liebt. Und dann wird alles gut.

Die Botschaft : Alles Glück dieser Erde hängt vom Kindersegen ab. Sollte dieser Film vom Institut für Bevölkerungsentwicklung gesponsort sein ?

Der Schauspieler : Hugh Grant versucht verzweifelt an seine sicher glanzvolle Vorstellung in "4 Hochzeiten und ein Todesfall" anzuknüpfen und scheitert damit völlig. Den Charme des unentschlossenen, dem Klischee des Glücks durch Eheschließung entfliehenden britischen Junggesellen kann er (natürlich) nicht auf den typischen Yuppie der amerikanischen Gesellschaft übertragen (auch wenn er einen Engländer darstellen soll). Als einziger Lichtblick bleibt Robin Williams, der sein komödiantisches Talent voll ausspielt.

Humor? Sind ohnmächtig werdende Väter im Kreißsaal wirklich witzig ? Überraschung , ganz neuer Gag. Peinlich geradezu, dass der werdende Vater erst bei der Nachricht, dass sein Kind ein Junge wird (und dazu auch noch sein Penis in Ordnung sei) erkennt, dass er im Grunde seines Herzens Vater werden will. Und sein größtes Opfer besteht schließlich darin, seinen heißgeliebten Porsche in einen Familienwagen umzutauschen.

Fazit : Platter Humor und Kitsch as Kitsch can. Und wer es wirklich drastisch mag: Gequirlte Scheiße!

Dirk Jasper FilmLexikon
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