Shanghai Serenade

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Shanghai Serenade
Titel China: Yao A Yao Yao Dao Waipo Qiao / Shanghai Triad
Genre: Melodram
Farbe, China, Frankreich, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-11-23
Laufzeit Kino: 109 Minuten
Kinoverleih D: Kinowelt

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-05-10
Kaufkassette: 1996-11-07
Laufzeit Video: 103 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Mit großen Augen steht der 14jährige Shuisheng im Hafen von Shanghai. Sein Onkel Liu Shu hat ihn vom Land in die Stadt geholt, weil er ein entfernter Verwandter des mächtigen Triaden-Bosses Tang ist.

Shuisheng soll die schöne Sängerin Xiao Jinbao bedienen, die junge Geliebte des alternden Gangsters. Obwohl der aus dem Staunen über den Prunk, in dem die Reichen und Mächtigen im Shanghai der 30er Jahre leben, kaum herauskommt, findet Shuisheng wenig Freude an seiner Tätigkeit. Jinbao erweist sich als launisches Biest und erniedrigt Shuisheng, wo sie nur kann.

Erst als der Boß mit ihr und einigen getreuen Männern vor rivalisierenden Gangstern auf eine kleine, einsame Insel flüchtet, entdeckt Shuisheng, dass Jinbao auch sehr menschliche Seiten hat. Doch zu diesem Zeitpunkt ist die Katastrophe schon nicht mehr abzuwenden - Jinbao wird durch ein Komplott ihr Leben, und Shuisheng seine Unschuld verlieren ...


SzenenfotoDarsteller: Gong Li (Xiao Jinbao), Li Bao Tian (Triadenchef Tang), Shun Chun (Song), Wang Yiao Yiao (Shuisheng), Li Xue Jian (Liu Shu), Jian Bao Ying (Cuihua)

Regie: Yimou Zhang

Stab: • Produzenten: Jean Louis Piel, Wu Yigong, Yves Marmion • Drehbuch: Bi Feiyu • Vorlage: Roman "Men gum" von Li Xiao • Filmmusik: Zhang Guangtian • Kamera: Lu Yue • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Cao Jiuping • Schnitt: Du Yuan • Kostüme: Tong Huamiao • Make Up: - • Ton: Tao Jing • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 24/1995: Hinter der spannenden, prunkvoll und routiniert inszenierten Fabel um Verrat und Sühne offenbaren sich allegorische Bezüge zum China der 90er Jahre. Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Zukunft reiben sich dabei am Bild des ewigen Kreislaufs von Macht, Verführung und Unterdrückung und umschreiben die Austauschbarkeit des einzelnen in der chinesischen Gesellschaft.

TV Spielfilm 24/1995: In ausgefeilten Arrangements und mit Hilfe einer stellenweise entfesselten Kamera skizziert Yimou Zhang das filigrane Machtgefüge der chinesischen Mafia. Der stark stilisierte und mit Tragödienelementen versehene Film überzeugt dank seines ästhetischen Konzepts, das dem Bandenkrieg bedrückende Dimensionen verleiht. In der Hauptrolle glänzt einmal mehr Gong Li, die ehemalige Lebensgefährtin des Regisseurs.

Cinema 12/1995: Jedes Bild in Shanghai Serenade wirkt wie geleckt - Ästheten kommen also in jedem Fall auf ihre Kosten. Mit der Entscheidung, sein schmutziges Thema im Hochglanz-Look aufzubereiten, hat sich Yimou Zhang jedoch einen Bärendienst erwiesen.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1995 für Lu Yue (Kamera)


Dirk Jasper FilmLexikon
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