Haunted - Haus der Geister

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Haunted - Haus der Geister
Titel England: Haunted
Genre: Gruselfilm
Farbe, England, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1996-01-18
Kinostart England: 1995-10-26 in London im "Empire"
Laufzeit Kino: 110 Minuten
Kinoverleih D: Jugendfilm

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-05-28
Laufzeit Video: 108 Minuten
Anbieter: New Vision


Szenenfoto Man schreibt das Jahr 1905 als der neunjährige David hilflos mit anschauen muß, wie seine Zwillingsschwester auf dem malerischen Grundstück in Sussex, England, im Fluß ertrinkt.

Zwanzig Jahre später arbeitet David als Professor für Psychologie an Englands berühmter Universität Cambridge, wo er sich darauf spezialisiert hat, übersinnliche Phänomene zu untersuchen und zu erklären. Obwohl er jeglichem Spuk eher skeptisch gegenübersteht, reagiert er sofort auf den Brief der Haushälterin Tess, die sich von üblen Geistern verfolgt glaubt.

Als er nach 'Edbrook Hall' kommt, wird er mit unerklärlichen Vorkommnissen konfrontiert. Lampen entzünden sich von allein, das Klavier spielt von selbst, der Keller geht in Flammen auf. Doch auch die Bewohner des Hauses üben einen mysteriösen Reiz auf David aus.

Er ist fasziniert von der schönen und freizügigen Christina, die mit ihren Brüdern Robert und Simon hier lebt. Doch Christina macht nicht nur David eindeutige Avancen, sondern pflegt auch zu ihren Brüdern intime Beziehungen. Die Situation spitzt sich zu.

Die Haushälterin Tess leidet unter Angstzuständen - David wird von dem Geist seiner Schwester heimgesucht, der ihn zum Friedhof führt. Hier stößt er auf die Gräber der drei Geschwister. Auf den Grabsteinen steht, dass alle drei vor fünf Jahren bei einem Brand in 'Edbrook Hall" ums Leben kamen. Als David dorthin zurückkehrt, steht er vor einer abgebrannten Ruine, in der die lebenden Toten auf ihn warten ...


SzenenfotoDarsteller: Aidan Quinn (David Ash), Kate Beckinsale (Christina), Anthony Andrews (Robert), John Gielgud (Dr. Doyle), Anna Massey (Haushälterin Tess), Alex Lowe (Simon), Geraldine Somerville (Kate), Victoria Shalet (Juliet), Peter England (David als Kind), Liz Smith (Wahrsagerin), Linda Bassett (Madame Brontski), Alice Douglas (Clare)

Regie: Lewis Gilbert

Stab: • Produzenten: Anthony Andrews, Lewis Gilbert für Double "A" Pictures / American Zoetrope / Lumiere Pictures • Drehbuch: Tim Prager, Lewis Gilbert, Robert Kellet • Vorlage: Roman "Haunted" von James Herbert • Filmmusik: Debbie Wiseman • Kamera: Tony Pierce Roberts • Spezialeffekte: - • Ausstattung: John Fenner, Brian Ackland-Snow, Gary Tomkins • Schnitt: Johnny Jympson • Kostüme: Jane Robinson, Candy Patterson • Make Up: Chrissie Beveridge, Marilyn McDonald • Ton: Ken Weston, Tony Bell • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 24/1995: Der Versuch, den schrillen Effekten heutiger Horrorfilme den verhaltenen Grusel morbider Gespenstergeschichten entgegenzusetzen, scheitert weitgehend an der zwar handwerklich sauberen, aber uninspirierten Regie und einem nicht überzeugenden Hauptdarsteller. Die Schwächen werden teilweise durch die stimmungsvolle Fotografie und die detailverliebte Ausstattung wieder aufgehoben.

TV Spielfilm 24/1995: Dieser Film hätte nicht einmal eine Videopremiere verdient, wären da nicht die Schauspieler Aidan Quinn und Anthony Andrews. Und zugegeben, auch die niedliche Kate Beckinsale ist durchaus nett anzusehen. Ansonsten ist diese wirre Story von Schuld, Sühne und Inzest eher wenig geistreich.

Blickpunkt Film: Ein geheimnisvoller Landsitz, dunkle Korridore, flackernde Gaslampen, im Wind schlagende Fenster, abgesperrte Zimmer - nichts aus der Gruselkiste der Gothic Novel fehlt in diesem leicht verstaubten, aber unterhaltsamen Ausflug in die Welt der Geister.

Cinema: Als hätte es Romeros Splatter-Zombies und Spielbergs Effekt-Poltergeist nie gegeben, erzählt "Haunted", koproduziert von Francis Ford Coppola, eine geradlinige Spukgeschichte, die fast ganz ohne spektakuläre Schauwerte auskommt und ihre Spannung aus raffinierten Psychoschocks bezieht - bis das Blut gefriert.

Rhein-Zeitung 29.11.1995: Solide inszenierter Thriller, bei dem es richtig schön gruselt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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