Touch Of Evil - Im Zeichen des Bösen

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Touch Of Evil - Im Zeichen des Bösen
Titel USA: Touch Of Evil
Genre: Thriller
Farbe, USA, 1957

Kino Deutschland: 1958-09-05
Kino Deutschland: 2000-06-01 (ungeschnitten)
Laufzeit Kino: 111 Minuten
Kinoverleih D: MFA (WA)



Szenenfoto In einer mexikanischen Grenzstadt deponiert ein Unbekannter eine Bombe in dem Auto eines Geschäftsmannes. Der Drogenfahnder Mike Vargas macht mit seiner Frau Susan einen Abendspaziergang, als ganz in der Nähe ein Auto explodiert. Die beiden sind in den Flitterwochen, als diese durch die Explosion ein plötzliches Ende finden, da sich Vargas verpflichtet fühlt, in die Ermittlungen einzugreifen.

Kurz darauf begegnet er dem US-Polizeichef Hank Quinlan, der körperlich so abstoßend wie moralisch korrupt ist. Quinaln leitet die Ermittlungen. Im Laufe der Zeit zeigt Quinlan aber sein wahres Gesicht. Seit "Onkel Joes" Bruder von Vargas verhaftet wurde, plant die kriminelle Grandi-Familie, sich an Vargas zu rächen.

Szenenfoto Vargas versucht schon lange, die dunklen Machenschaften der Drogenhändler aufzudecken. Während er mit dem Polizeichef Quinlan und der Suche nach dem Bombenleger beschäftigt ist, wird seine Frau Susan von Pancho, einem Mitglied der Grandi-Familie, entführt. Die Situation spitzt sich zu! Quinlan vermutet, dass der Täter Manelo Sanchez heißt, ein armer mexikanischer Landarbeiter, der mit Marcia, der Tochter des getöteten Geschäftsmannes liiert ist.

Das Motiv sieht Quinlan darin, dass Marcias Vater gegen diese Beziehung war. Als Pete Menzies auch noch unumstößliche Beweise für Sanchez' Täterschaft findet, scheint der Fall gelöst. Vargas jedoch steht der Sache skeptisch gegenüber ...


SzenenfotoDarsteller: Orson Welles (Hank Quinlan), Charlton Heston (Ramon Miguel "Mike" Vargas), Janet Leigh (Susan Vargas), Joseph Calleia (Pete Menzies), Akim Tamiroff ("Onkel Joe" Grandi), Joanna Moore (Marcia Linnekar), Marlene Dietrich (Tanya), Ray Collins (Adair), Valentin de Vargas (Pancho), Zsa Zsa Gabor (Nachtclub-Besitzerin)

Regie: Orson Welles

Stab: • Produzenten: Albert Zugsmith für Universal • Drehbuch: Orson Welles • Vorlage: Roman "Badge Of Evil" von Whit Masterson • Filmmusik: Henry Mancini • Kamera: Russell Metty, Philip H. Lathrop, John Russell • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Russell A. Gausman, John P. Austin • Schnitt: Virgil W. Vogel, Aaron Steel, Edward Curtis • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Touch Of Evil" ist ein Film über Korruption und den Missbrauch von Macht. Das Herausragende ist die virtuose und berühmte Eröffnungsszene. In spannenden und fesselnden Sequenzen werden der Schauplatz und die Hauptfiguren vorgestellt. Die Musik von Henry Mancini ist der rote Faden, der alle Szenen miteinander verbindet. Durch seine technische Brillanz sowie fantastische Kameraeinstellungen und einzigartige Schnitttechnik ist dieser Film ein außergewöhnliches Stück Filmkunst.

film-dienst 2000-11: Orson Welles' schillernder Thriller knüpft an die Traditionen des "film noir" an, um sie zugleich aufzuheben. Intelligent, inszenatorisch wie darstellerisch brillant, lebt er vor allem von der Ambivalenz der ebenso bedrückenden wie faszinierenden Atmosphäre. Erstmals ist im Kino die nach Welles' Absichten montierte ursprüngliche Fassung zu sehen.

Lexikon des internationalen Films: Ein komplizierter Thriller, der an die Tradition der "Schwarzen Serie" anknüpft, um sie zugleich ad absurdum zu führen. Intelligent, inszenatorisch wie darstellerisch eindrucksvoll, lebt der Film von der Ambivalenz einer ebenso bedrückenden wie faszinierenden Atmosphäre.

Rhein-Zeitung 1995-10-07: Komplizierter Thriller von Orson Welles.


SzenenfotoBemerkungen

Universal nahm gegen den Willen von Orson Welles Kürzungen und einen kompletten Umschnitt vor. Erst 1993 strahlte West 3 die ungekürzte, um 8 Minuten längere Fassung unter dem Originaltitel "Touch Of Evil" aus.

TV-Start: 6. Juli 1968 (ARD) in der gekürzten Fassung.

Der Film wurde in der ungeschnittenen und restaurierten Originalfassung am 1. Juni 2000 in Deutschland in die Kinos gebracht.

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