Ace Ventura - Jetzt wird's wild

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ace Ventura - Jetzt wird's wild
Titel USA: Ace Ventura - When Nature Calls
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-12-14
Laufzeit Kino: 86 Minuten
Kinoverleih D: Warner Bros.

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1996-05-24
Kaufkassette: 1996-11-07
Laufzeit Video: 83 Minuten
Anbieter: Warner Home Video

DVD Deutschland: 1999-12-10
Laufzeit DVD: 90 Minuten
Anbieter: Warner Bros.



Szenenfoto In einem abgelegenen Bergkloster sind die Mönche schwer genervt. Kein Wunder: Seit Wochen zappelt ein ungebetener Gast durch ihre geheiligten Räume. Es ist Ace Ventura, der an diesem geweihten Ort den inneren Frieden finden will. Denn Ace ist ein gebrochener Mann: Bei einer Rettungsaktion im Hochgebirge kam durch seine Schuld ein unschuldiger Waschbär um's Leben - ein Schicksalsschlag, von dem sich der dereinst so lebensfrohe Tierdetektiv wohl nie wieder erholen wird.

Es sei denn, ein netter Engländer taucht im Kloster auf und bietet ihm 20.000 Dollar für die Wiederbeschaffung eines verschwundenen Tieres an!

So sitzen Ace und sein Begleiter, der distinguierte Fulton Greenwall, schon bald in einem Flugzeug Richtung Afrika. Während Ace mit der Bordverpflegung herumferkelt und jedem, der sich nicht rechtzeitig in der Toilette verstecken kann, die Brunftschreie des Yaks vorbrüllt, erklärt Fulton, worum es bei diesem Auftrag eigentlich geht.

Im Dschungel von Bonai leben seit Ewigkeiten zwei Stämme: die friedliebenden Wachatis und die blutrünstigen Wachootoos. Die Chance, dass der uralte Zwist zwischen den beiden Sippen endlich beigelegt werden kann, schien greifbar nah - indem die Häuptlingstochter der Wachatis sich mit dem Häuptlingssohn der Wachootoos vermählt. Als Brautgeschenk sollte dabei das heilige Tier der Wachatis fungieren. Doch irgend jemand hat das Tierchen gestohlen. Sollte es nicht rechtzeitig zum geplanten Hochzeitstermin wieder auftauchen, platzt das Fest. Und nicht nur das: Allen Beteiligten platzt dann auch der Kragen. Zwischen den beiden Stämmen käme es zu einem gnadenlosen Krieg.

In Bonai angekommen, lernt Ace zuerst einmal seinen eigentlichen Auftraggeber kennen: den britischen Konsul Vincent Cadby, der in einem Herrenhaus inmitten der Wildnis residiert und angeblich alles dafür tun würde, dass im Busch weiterhin Frieden herrscht. Doch Ace traut dem Mann nicht weiter als bis zur nächsten Straßenecke: An der Wand seines Arbeitszimmers hängen nämlich zahllose Geweihe und andere Jagdtrophäen. Und Ace weiß: ein Mann, der Leichenteile als Dekoration empfindet, ist niemals harmlos. Hier macht Ace auch die Bekanntschaft von Burton Quinn, dem Besitzer des Bonai-Safari-Parks, der so klebrig und zwielichtig ist, als hätte man bei seiner Erschaffung die Gene einer Gebrauchtwagenhändlerin mit denen eines Versicherungsvertreters gekreuzt.

Doch dann platzt die Bombe: Ace erfährt, um was für eine Art Tier es sich eigentlich handelt, das er so dringend wiederfinden soll: es ist eine Fledermaus! Panik und Abscheu spiegeln sich ob dieser Information in seinen weit aufgerissenen Augen wieder! Denn genau wie dieser andere Typ, den er mal im Kino gesehen hat - "Riddler" hieß er wohl hat Ace eine grauenhafte Abneigung gegen Fledermäuse. Eine echte Anti-bat-thie. Doch weil der flederphobische Tierdetektiv es in seinem Kloster immerhin bis zum Erleuchtungs Light-Level geschafft hat, zwingt er sich, wieder und wieder sein Mantra zu repetieren: ich liebe alle Geschöpfe der Erde. Ich liebe alle Geschöpfe der Erde ...

Ace beginnt seine Nachforschungen im Dorf der Wachatis. Einem gastlichen Ort - auch wenn sich die Bewohner hier als Zeichen der Zuneigung ins Gesicht zu spucken pflegen und die Männer ihren Lendenschurz dermaßen leger tragen, dass zu Ace' Entsetzen des öfteren ihr Schniedelwutz darunter hervorlugt. In der heiligen Hütte, in der die verschwundene Fledermaus aufbewahrt wurde, entdeckt der gewitzte Ermittler ein erstes Indiz: Die Feder einer schwarzen Urwaldkrähe. Ace kombiniert messerscharf: Auf der Schulter vom Safari-Park-Mogul Quinn saß genau solch ein Tier. Also kidnappt Ace den Verdächtigen und tut das einzig naheliegende: Er foltert ihn, um ein Geständnis zu erpressen. Doch Quinn, so stellt sich bald heraus, war nur ein kleiner Handlanger bei dem verwerflichen Verbrechen. Der Drahtzieher ist jemand anderes. Nur: Wer?

Mit dem gutmütigen aber mächtig unnützen Wachati-Krieger Ouda an seiner Seite stürzt Ace nun von einem haarsträubenden Abenteuer in das Nächste: er stirbt in einer Rhinozeros-Attrappe mit defekter Klimaanlage fast den Erstickungstod, führt einen bestialischen Nahkampf mit einem Krokodil, wird im Dorf der Wachootoos zu einem wahren Mutproben-Marathon genötigt und muß all seine spirituelle Kraft aufwenden, um nicht den offensichtlichen sexuellen Avancen der barbusigen Häuptlingstochter nachzugeben.

Am Ende jedoch siegt Ace Ventura einmal mehr auf ganzer Linie: die Fledermaus ist wieder da, in den Dörfern herrscht Friede, Freude, Eierkuchen, der schurkische Haupttäter ist gefaßt und, wie es sich gehört, so richtig schön mißhandelt worden und Ace kann einmal mehr mit Fug und Recht von sich behaupten: von all den zahllosen Tierdetektiven der Welt ist und bleibt er die unschlagbare Nummer Eins. Wäre da doch bloß nicht diese dumme Kleinigkeit mit der Prinzessin ...


SzenenfotoDarsteller: Jim Carrey (Ace Ventura), Ian McNeice (Fulton Greenwall), Sophie Okonedo (Prinzessin), Simon Callow (Vincent Cadby), Maynard Eziashi (Ouda), Bob Gunton (Burton Quinn), Tommy Davidson (Tirry Warrior), Adewale (Hitu), Danny D. Daniels (Wachootoo Witch Doctor), Sam Motoana Phillips (Wachootoo Chief), Damon Standifer (The Wachati Chief), Andrew Steel (Mick Katie), Bruce Spence (Gahji)

Regie: Steve Oedekerk

Stab: • Produzenten: James G. Robinson , Andrew G. LaMarca für Morgan Creek • Drehbuch: Steve Oedekerk • Vorlage: - • Filmmusik: Robert Folk • Kamera: Donald E. Thorin• Spezialeffekte: - • Ausstattung: Steven J. Lineweaver • Schnitt: Malcolm Campbell • Kostüme: Elsa Zamparelli • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

TV Spielfilm 25/1995: Wer Carreys durchgeknallten Haustierdetektiv aus dem ersten Film mochte, wird herb enttäuscht sein. Denn der fraglos talentierte Komiker beschränkt sich aufs Grimassenziehen und pubertäre Scherze auf Klowitzniveau.

Rhein-Zeitung 13.12.1995: Gummi-Visage Jim Carrey kann wieder tierisch komisch sein und dürfte auch mit dem zweiten Teil der Ventura-Saga einen Hit landen.

film-dienst 25/1995: Der Film lebt ausschließlich von der aggressiven, respektlosen Komik seines Hauptdarstellers und kann damit durchaus unterhalten. Am Ende flacht der Unterhaltungswert zugunsten der logisch zu Ende gebrachten Krimigeschichte ab.


SzenenfotoBemerkungen

Auf der ShoWest 1995 erhielt Jim Carrey die begehrte Auszeichnung als Comedy-Star des Jahres.

Die Produktion kostete 44 Mio. Dollar. Bereits zu Drehbeginn feuerte Jim Carrey den Regisseur Tom DeChercio.

Dirk Jasper FilmLexikon
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