Ein Winternachtstraum

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ein Winternachtstraum
Titel England: In The Bleak Midwinter
Genre: Komödie
Schwarzweiß, England, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-12-21
Laufzeit Kino: 97 Minuten
Kinoverleih D: Concorde-Castle Rock/Turner

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-12-03
Kaufkassette: 1996-12-03
Laufzeit Video: 95 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar


Szenenfoto Fast ein ganzes Jahr ist nun Joe Harper, ein Vollblutschauspieler, wie er im Buche steht, auf der Suche nach einem neuen Engagement. Doch immer wieder hagelt es Absagen. So etwas zehrt natürlich an den Nerven, und Joe Harper ist nicht gerade das, was man einen toughen Typen nennt, der so etwas leicht wegsteckt. Zweifel beginnen in ihm zu keimen, Zweifel an seinen Fähigkeiten. Als dann auch noch seine Freundin nichts mehr von ihm wissen will und ihm kurz danach zu allem Überfluß auch die Hollywoodproduzentin Nancy Crawford einen Korb gibt, scheint er am Tiefpunkt seiner Karriere angelangt zu sein.

Nur seine Agentin Margaretta d'Arcy hält noch zu ihm. Sie hat ihn nicht aufgegeben und glaubt an seine Zukunft. Das ist mehr, als Joe von sich selbst behaupten kann. Da unternimmt Joe einen letzten Anlauf, das Blatt noch zu wenden. Er beschließt, den "Hamlet" zu inszenieren, mit ihm in der Hauptrolle. Das Datum der Aufführung steht auch schon fest, die kommenden Weihnachtsfeiertage sollen es sein. Nur die Geldgeber fehlen, und da bleibt ihm nichts anderes übrig, als seine letzten Ersparnisse zusammenzukratzen und den fehlenden Rest bei seiner Agentin Margaretta zu leihen.

Sein Ensemble ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Schauspielern, die teils ihren Zenit schon überschritten haben oder nach wie vor auf ihren Durchbruch hoffen. Die Begeisterung unter seinen Darstellern hält sich stark in Grenzen, als sie merken, wo das Ganze stattfinden soll. In dem kleinen Ort mit dem bezeichnenden Namen "Hope" steht eine alte, verlassene Kirche, die als Probenraum und Bühne fungieren darf. Indem Joe Harper Shakespeares "Hamlet" in das abgelegene Dorf bringt und dazu in eine verlassene Kirche, will er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Er hofft, beweisen zu können, dass Kirchen auch anderen nützlichen Dingen dienen können, und hofft außerdem, damit endlich seine unglückliche Seele zu retten. Doch bis dahin ist ein langer Weg, denn das Team muß sich zusammenraufen, Weihnachten steht vor der Tür - und zwei Wochen Probezeit sind nicht gerade viel für diese immense Aufgabe ...


SzenenfotoDarsteller: Michael Maloney (Joe Harper), Richard Briers (Henry Wakefield), Mark Hadfield (Vernon Spatch), Nick Farrell (Tom Newman), Gerard Horan (Carnforth Greville), John Sessions (Terry du Bois), Celia Imrie (Fadge), Hetta Charnley (Molly), Julia Sawalha (Nina Raymond), Joan Collins (Margaretta d'Arcy), Jennifer Saunders (Nancy Crawford), Robert Hines (Mortimer), James D. White (Tim), Ann Davies (Mrs. Branch), Edward Dewesbury (Ninas Vater)

Regie: Kenneth Branagh

Stab: • Produzenten: David Barron • Drehbuch: Kenneth Branagh • Vorlage: Bühnenstück von William Shakespeare • Filmmusik: Jimmy Yuill • Kamera: Roger Lanser • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Tim Harvey • Schnitt: Neil Farrell • Kostüme: Caroline Harris • Make Up: Jenny Shircore • Ton: John Sargent • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Rolf Spiess

TV Hören und Sehen: Kenneth Branagh wieder auf Shakespeare-Spuren, diesmal mit einer schwarz-weißen Liebeserklärung an das Theater.

Cinema 01/1996: Und überhaupt: Wie soll man einem Film böse sein, der soviel Hang zur Skurrilität besitzt, keiner Geringeren als Joan Collins einen augenzwinkernden Gastauftritt zuzubilligen?

film-dienst 26/1995: Eine von einem ausgelassen aufspielenden Darsteller-Ensemble vorgetragene "Liebeserklärung an das Theater", die trotz ihrer komödiantischen Grundstimmung auch die ernsten Seiten des Schauspielerdaseins beleuchtet. Präzise in der Charakterzeichnung, stilsicher inszeniert und ausgezeichnet fotografiert, gestattet der Film einen nachdenklich-ironischen Blick hinter die Kulissen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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