Gerhard Heeke über Hallo, Mr. President

Ahh, endlich hatte ich mal wieder Gelegenheit ins Kino zu gehen. dass mir der Abend auch noch so richtig Spaß bereitet hat, ist Rob Reiners neuester Komödie 'Hallo, Mr. President' zu verdanken.

In 'Hallo, Mr. President' spielt Michael Douglas den verwitweten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Es ist das Wahljahr und Andrew Shepherd möchte gerne wiedergewählt werden, aber noch lieber möchte er von einer bestimmten Frau geliebt werden. Shepherd hat sich in Sidney Ellen Wade (alias Annette Benning), Sprecherin einer Umweltschutzvereinigung, verguckt. Er lädt sie zum Essen ins Weiße Haus ein. Dies ist für seine politischen Gegenspieler ein gefundenes Fressen. Sie stürzen sich auf die 'Affäre' wie die Geier auf Aas.

Aber dies ist nur ein Teil des Films, der andere, wichtigere, Teil erzählt mit welchen Schwierigkeiten, der mächtigste Mann der Welt zu kämpfen hat, wenn er seiner Freundin einen Blumenstrauß zukommen lassen möchte oder seine Tochter Probleme im Sozialkundeunterricht hat. In einer Art Nebenhandlung, läßt man den Zuschauer auch noch wissen, wie üblicherweise Gesetze zustande kommen - durch bequatschen der jeweiligen Politiker durch die jeweiligen Lobbyisten.

Den Film als Politsatire zu bezeichnen, würde IMO zu weit gehen. Es ist eher eine leichte Liebeskomödie mit "leichten" politischen Seitenhieben. Die Schauspieler meistern diese Komödie mit leichter Hand. Erstaunlich ernst sind dabei Michael J. Fox, als Präsidentenberater Mr. Rothschild und Richard Dreyfuss als der politische Gegenspieler Senator (Kongreßabgeordneter?) Rumson.

Fazit: Schöne, leichte Komödie, genau das Richtige nach dem schweren Weihnachtsessen.

8 von 10 Präsidenten.

© Gerhard Heeke © 1999 Next Step Mediendienste GmbH