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Präsidiales BettgeflüsterWohl keine Person unserer Zeit steht mehr im Rampenlicht als er. Auf ihn schaut nicht nur die eigene Nation, sondern vielmehr die ganze Welt. Ob der amerikanische Präsident überhaupt ein Privatleben hat, bei all den Reden, Protokollen und Krisen fragt sich wohl keiner. Einer aber hat es getan: Regisseur Rob Reiner (Harry und Sally, Misery).In seinem Film "Hallo Mr. President " zeigt er einen verwitweten, einsamen Präsidenten, der noch dazu zur Wiederwahl ansteht. Ausgerechnet eine Öko-Lobbyistin (Annette Bening) hat's ihm aber angetan. Nun erzählt der amüsante Streifen all die Wirrungen, die der "mächtigste Mann der Welt" durchläuft, um auch nur einen Blumenstrauß persönlich an seine Angebetete zu schicken. Sein Lockruf bleibt nicht ungehört und so liegen sich die beiden Turteltauben bald in den Armen und bei allem Streß (so nebenbei wird mal schnell Libyen bombardiert!) haben die beiden sich das auch verdient. Bis zum Happy End muß aber noch die ganze Nation im Wahlkampffieber Anstoß nehmen am präsidialen Bettgeflüster. Rob Reiner setzt nach "Harry und Sally" erneut auf Liebe und landet mit "Hallo, Mr. President" einen Schuß mitten durchs Herz. Der echte Präsident Clinton ließ die Crew mehrere Wochen durchs Weiße Haus stiefeln und diese Authentizät ist ein zusätzliches Plus. Die Besetzung ist sowieso vom feinsten. Michael Douglas als junger Präsident zieht alle Register seines Könnens, und auch Martin Sheen und Michael J. Fox als Berater sind in Bestform. Zu kurz geraten ist Richard Dreyfuss als Herausforderer, der nicht mehr als ein paar Gastauftritte absolviert. Annette Bening wirkt nicht immer überzeugend als Öko-Lobbyistin, zeigt aber gutes Zusammenspiel mit Douglas. Dank des hervorragenden "All-Star"-Ensembles und der witzigen Dialoge ist "Hallo, Mr. President" wie vorher schon "Dave" beste Unterhaltung aus dem White House.
Hallo, Mr. President (An American President) 115 Min. Regie: Rob Reiner, Buch: Aaron Sorkin
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