Das Thema ist
diesmal leider etwas schlecht gewählt. Es geht mal wieder um
ein paar böse Russen, die versuchen, per Satelliten eine
Nuklear-Waffe gegen London einzusetzen, um dort einen Stromausfall
herbeizuführen (!). Ein englischer Ex-Agent (ehemals 006) hat
sich dabei ausgemalt, kurz davor durch illegale Transaktionen
"etwas" Geld von den englischen Banken zu rauben und dieses
Vergehen durch den Ausfall sämtlicher Energiequellen zu
vertuschen. Keiner würde so von seiner Tat etwas bemerken.
Dabei hat er aber nicht mit James Bond gerechnet ...
Es liegt sehr nahe, dass es dem Produzententeam wichtig war, einen neuen 007-Film auf den Markt zu bringen, ohne Rücksicht auf das Drehbuch. muß es sich denn immer um das Kriegsspielzeug anderer Nationen handeln? Ohne Anspielungen auf die bösen Deutschen kommt dieser Film natürlich auch nicht aus. Zum Film: Es geht diesmal interessant zu. Gleich am Anfang kommt eine Szene, in der J. Bond aus einer heiklen Situation an einem Flugplatz fliehen will. Es scheint aussichtslos. An der Startrampe, die direkt an einem Berg mit riesiger Schlucht endet, sieht er die Rettung. Ein Flugzeug, dass sich gerade beim Starten befindet. Er rennt so schnell er kann hinter dem Flugzeug her und erreicht es natürlich auch. Nach strapaziöser Aufholjagd entert er den Flieger und stürzt sich auf den Piloten. Beim Kampf um die Maschine sind beide leider so ungeschickt, dass sie herausfallen. Dem nicht genug. Vom Airport (das Flugzeug rollt ohne Piloten weiter auf den Abhang zu ...) nähern sich ca. 10 Schurken mit dem Motorrad, von denen James ohne Probleme einem Bösewicht das Gefährt entreißen kann. Er schwingt sich auf das Motorrad und fährt dem Flugzeug, dass sich bereits kurz vor dem Abhang befindet, hinterher. Zum Erstaunen des Zuschauers erreicht er es diesmal aber leider nicht. Dann kommt der Moment, in dem man denkt, sich "Die nackte Kanone" anzusehen. Das Flugzeug befindet sich am Ende der Startrampe und fliegt den (Kilo)metertiefen Abgrund hinunter. 007 bleibt mit ernster Miene auf seinem Motorrad und springt samt Vehikel hinterher. Im Freiflug bewegt er sich wie kein zweiter Fallschirmspringer so geschickt, dass er (im Flug!!!) das abstürzende Flugzeug einholt und (erstaunlich) sogar noch einsteigen und das Flugzeug abfangen kann. Hätte er diese wirklich übertrieben inszenierte Szene nicht gemeistert, wäre der Film bereits zu Ende gewesen ... Es handelt sich hier lediglich um die Anfangsszene, die nur verdeutlichen soll, wie diesmal vom Regisseur (Martin Campbell), von den Produzenten (Michael G. Wilson und Barbara Broccoli) und den Autoren des Drehbuches (Jeffrey Caine und Bruce Feirstein) das Thema des smarten Agenten James Bond (Pierce Brosnan, der als 007 übrigens überzeugte und seine Sache sehr gut machte) nicht überraschend und eigentlich sehr traditionell (fast konservativ) fortgesetzt wurde. Es stellt sich nur die Frage, warum hier, wie in keinem Bond-Film zuvor, derartig übertrieben und das Niveau eines anständigen Filmes mit anspruchsvollem Thema (wie man es von Ian Flemming gewohnt ist) nicht erreicht wurde. Fazit: Auch wenn meine Meinung etwas negativ aussehen kann, sollte sie nicht falsch verstanden werden. Wer James Bond-Fan ist, sollte sich den Film sicherlich nicht entgehen lassen. Auch für unentschlossene sei zu sagen, dass er interessant gemacht wurde und teilweise auch nette Special-Effects mitbringt. Zu Pierce Brosnan kann man sagen,
dass es sicherlich nicht sein letzter Auftritt als 007 (...
gerührt, nicht geschüttelt ...) war und er sich auf jeden
Fall mit diesem Film empfohlen hat.
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Das Thema ist
diesmal leider etwas schlecht gewählt. Es geht mal wieder um
ein paar böse Russen, die versuchen, per Satelliten eine
Nuklear-Waffe gegen London einzusetzen, um dort einen Stromausfall
herbeizuführen (!). Ein englischer Ex-Agent (ehemals 006) hat
sich dabei ausgemalt, kurz davor durch illegale Transaktionen
"etwas" Geld von den englischen Banken zu rauben und dieses
Vergehen durch den Ausfall sämtlicher Energiequellen zu
vertuschen. Keiner würde so von seiner Tat etwas bemerken.
Dabei hat er aber nicht mit James Bond gerechnet ...