Ein Schweinchen namens Babe

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ein Schweinchen namens Babe
Titel USA: Babe
Genre: Kinderfilm
Farbe, Australien, 1994 FSK o. A.

Kino Deutschland: 1995-12-07
Laufzeit Kino: 94 Minuten
Kinoverleih D: UIP

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-10-24
Kaufkassette: 1996-10-24
Laufzeit Video: 88 Minuten
Anbieter: CIC Video

DVD Deutschland: 1999-07-01
Laufzeit DVD: Minuten
Anbieter: Columbia Tristar



Szenenfoto Farmer Hoggett und seine Frau besuchen mal wieder den Jahrmarkt. Sie, um zum Landfrauenstand Kuchen und Marmelade zu bringen, er, um sich einfach mal umzuschauen. Einer der Stände interessiert ihn besonders. Dort ist ein Ferkel zu gewinnen, wenn man das richtige Gewicht errät. Hoggett hat Glück und gewinnt das niedliche Ferkel. Babe, so der Name des Knirpses, ist sehr traurig, da seine Mutter und der Rest der Familie mit einem Transporter zum Schlachthof gebracht wurden.

Allein und einsam wie Babe ist, nehmen sich die Hütehündin Fly und ihre Welpen des Borstentierchens an. Hier auf dem Bauernhof ist die Welt noch in Ordnung. Die Tiere leben friedlich miteinander, können sprechen und haben ihren angestammten Platz und ihre Aufgaben in der Farmhierarchie. Lediglich die Schafe und die Hütehunde haben ihre Probleme, die Babe aber bald in Griff bekommen wird.

Da gibt es die Ente, die glaubt, ein Hahn zu sein, um sich vor dem Bratentopf zu schützen. Babe ist sich seines rechten Platzes noch nicht ganz sicher. Eigentlich würde er gern eine Karriere als Schafhüte-Schwein anstreben. Fly unterstützt Babe in ihrem Vorhaben und unterrichtet ihn im Schafehüten. Zu Anfang lachen die Schafe Babe nur aus, fangen aber nach einiger Zeit an, ihn mehr zu lieben als die "unhöflichen" Hütehunde. Auch Farmer Hoggett ist mit Babe sehr zufrieden und hat ihn in sein Herz geschlossen.

Zum Weihnachtsfest allerdings will seine Frau einen Schweinebraten zubereiten, doch Hoggett weiß das zu verhindern. Aber nicht alle Lebewesen der Farm sind Babe wohlgesonnen. Die intrigante Ente und die hochnäsige Katze versuchen ihm das Leben schwerzumachen. Mittlerweile aber hat sich Babe beim Schafehüten derart unentbehrlich gemacht, dass Hoggett beschließt, ihn sogar beim jährlichen Hirtenhund-Wettbewerb anzumelden. Babe geht als Sieger hervor und tritt im Fernsehen auf. Da verschlägt es sogar der sonst überhaupt nicht auf den Mund gefallenen Frau Hogget die Sprache.

Nun hat Babe nichts Böses mehr zu befürchten, denn alle sind stolz auf ihn ...


SzenenfotoDarsteller: James Cromwell (Farmer Hoggett), Magda Szubanski (Esme Hoggett), David Webb (Tierarzt)

Regie: Chris Noonan

Stab: • Produzenten: George Miller, Doug Mitchell, Bill Miller • Drehbuch: George Miller, Chris Noonan • Vorlage: Kinderbuch "Schwein gehabt, Knirps" von Dick King-Smith • Filmmusik: Nigel Westlake • Kamera: Andrew Lesnie • Spezialeffekte: Scott E. Anderson, Charles Gibson, Neal Scanlan, John Cox • Ausstattung: Roger Ford, Kerrie Brown • Schnitt: Marcus d'Arcy • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Rolf Spiess

Cinema 12/1995: Die irrsinnig komische, ergreifende Fabel von Schweinchen Schlau, das die Welt und ihre Regeln ambitioniert in Frage stellt, ist ein Meisterstück der Illusion - Computer-Tricktechnik, Puppen aus der Muppets-Werkstatt und echte Tiere verschmelzen nahtlos. Ein Stall voller Viecher, die sprechen können? Das klingt nach Kitsch und Disney-mäßiger Vermenschlichung. Nicht die Spur. Babe & Co. wachsen einem so ans Herz, dass man glatt zum Vegetarier werden könnte.

TV Hören und Sehen 49/1995: Herzerfrischende Szenen mit über 500 (!) sprechenden Tieren. Der saustarke Spaß ist eine gelungene Mixtur aus Dressur und Filmtricks.

TV Spielfilm 25/1995: Auch wenn einem sonst sprechende Tiere auf die Nerven gehen können, ist dieses Märchen einfach herzerwärmend.

Filmecho/Filmwoche: "Babe" ist mit seinem unwiderstehlichen Charme und bahnbrechenden technischen Innovationen spannende und liebenswerte Familienunterhaltung.

film-dienst: Überhaupt zaubert dieser australische Film wie aus dem Märchenbuch - liebevoll, zeitlos und phantastisch.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1995 für Scott E. Anderson, Charles Gibson, Neal Scanlan, John Cox (Spezialeffekte)

Oscar-Nominierung für 1995 für Roger Ford, Kerrie Brown (Ausstattung)
Oscar-Nominierung für 1995 für "Ein Schweinchen namens Babe" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1995 für George Miller, Chris Noonan (Drehbuch-Bearbeitung)
Oscar-Nominierung für 1995 für James Cromwell (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1995 für Chris Noonan (Regie)
Oscar-Nominierung für 1995 für Marcus d'Arcy (Schnitt)


SzenenfotoBemerkungen

Der Tiertrainer Karl Lewis Miller ("Ein Hund namens Beethoven") hatte die Aufgabe, aus 48 Ferkeln perfekte kleine Schauspieler zu machen. Rund zwei Monate brauchten die Schweine, um für ihr Filmdebüt bestens vorbereitet zu sein. Für das Schweinchen, das Babe darstellte, bildete Tiertrainer Karl Lewis Miller ständig neue Tiere aus. Für die Rolle kamen Ferkel im Alter von zwei Wochen zum Drehort, wurden mit der Flasche aufgezogen, langsam an Kommandos gewöhnt und lernten einige spezielle Stunts. Als Belohnung gabe es Futter. 'Henson's Creature Shop' in London und 'Cox's Creature Workshop' in Queensland erstellten für die Haupttiere per Animatronic die Doubles: "Einer der schwierigsten Jobs, den wir jemals machten", so Neal Scanlan, Chef von Hensons 16-Peronen-Crew.

Dirk Jasper FilmLexikon
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