To Die For

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: To Die For
Titel USA: To Die For
Genre: Satire
Farbe, USA, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-12-14
Laufzeit Kino: 106 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-06-25
Laufzeit Video: 102 Minuten
Anbieter: VCL Video


Szenenfoto Suzanne Stone ist ein typisches All-American-Girl, eine junge, extrem ehrgezige und nicht minder attraktive Frau, deren Leben von einem einzigen wundervollen Traum bestimmt wird - dem Traum von einer strahlenden Karriere im Fernseh-Rampenlicht. Für die Erfüllung dieses Plans ist Suzanne kein Weg zu beschwerlich und keine Aktion zu ungewöhnlich.

Dank ihres eisernen Willens und einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit gelingt es ihr tatsächlich, den Chef des lokalen TV-Senders WWEN von ihren angeblich so einzigartigen Qualitäten zu überzeugen, und somit ihren ersten Job bei einer Fernsehanstalt zu ergattern. Sehr zum Unwillen ihres gutmütigen, ein wenig einfältigen Gatten Larry, der es viel lieber hätte, wenn sich seine hübsche Frau mehr um ihre ehelichen Pflichten und den Haushalt kümmern würde.

Szenenfoto Doch Suzannes Ehrgeiz bleibt ungebremst. Eines Tages beschließt sie, eine Dokumentation über desillusionierte Kids zu produzieren, die im kleinbürgerlichen Mief des Kaffs Little Hope, New Hampshire, zu ersticken drohen. Zu diesem Zweck erschleicht sie sich das Vertrauen der drei Teenager Jimmy, Russell und Lydia. Als sich Larry immer massiver gegen ihre TV-Laufbahn ausspricht, greift Suzanne zu drastischeren Mitteln, sprich: Sie plant, den unliebsamen Ehemann ein für allemal aus dem Weg zu räumen.

So macht sie den verklemmten Jimmy kurzerhand zu ihrem Lover und fordert als Liebesbeweis und Gegenleistung Larrys Ermordung. Damit nimmt eine Kette von absurden Ereignissen ihren Lauf, die das idyllische Städtchen Little Hope von einem Skandal in den nächsten treiben wird ...


SzenenfotoDarsteller: Nicole Kidman (Suzanne Stone), Matt Dillon (Larry Maretto), Joaquin Phoenix (Jimmy), Alison Folland (Lydia), Casey Affleck (Russell), Illeana Douglas (Janice), Dan Hedaya (Joe Maretto), Maria Tucci (Angela Maretto), Kurtwood Smith (Earl Stone), Susan Traylor (Faye Stone), Wayne Knight (Ed Grant), Gerry Quigley (George), Colleen Williams (Valerie Mertz), Simon Richards (Chester), Ian McKellen (Quilt Documentary Narrator)

Regie: Gus van Sant

Stab: • Produzenten: Laura Ziskin für Columbia • Drehbuch: Buck Henry • Vorlage: Roman "To Die For" von Joyce Maynard • Musik: Danny Elfman • Kamera: Eric Edwards • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Missy Stewart, Carol A. Lavoie, Vlasta Svoboda • Schnitt: Curtiss Clayton • Kostüme: Beatrix Pasztor • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Filmkritik von Rolf Spiess

Cinema 1995-12: Gewiß, "To Die For" zeichnet sich nicht durch erzählerische Perfektion aus (...) Doch in seiner Detailgenauigkeit ist der Film oft ein schwarzhumoriges Vergnügen (...) Das gilt für den sprachlichen Schliff, wenn Suzanne jeden Aspekt ihres Wesens TV-kompatibel macht. Das setzt sich in der Ausstattung fort, wenn Nicole Kidman - deren Spiel exakt so abgekühlt ist, wie es die Rolle verlangt - in Dutzenden pastellfarbener Kostümchen durchs Bild stöckelt, um nur Schwarz zu tragen, als ihr Gatte in ihrem Auftrag getötet wird.

Szenenfoto Lexikon des internationalen Films: Eine grelle Mediensatire, die die Auswüchse des Fernsehens mit den Mitteln des Fernsehens entlarven will. Im inszenatorischen Detail gelungener als im dramaturgischen Ganzen, kontrastiert der stark überzeichnete Film in Rückblenden den tatsächlichen Sachverhalt mit seiner Aufbereitung in fernsehtypischen Sendeformen. Das Ergebnis ist weniger beunruhigend als vielmehr amüsant angelegtes Bild von Realitätsverlust und verzerrter Wahrnehmung bei Fernsehmachern und -konsumenten.

TV Spielfilm 1995-25: Regisseur Gus van Sant ist (...) eine rabenschwarze Satire erster Güte gelungen. Treffsicher karikiert er nicht nur die Erfolgsphilosophie des American Way Of Life, sondern plaziert auch gekonnt Seitenhiebe auf die Vision vom All American Girl und die Auswüchse des Medienzeitalters (...) Nicole Kidman spielt die Rolle der männermordenden Hexe mit großem komödiantischem Talent.

Rhein-Zeitung 1995-12-13: Viel gelobt wurde Regisseur Gus Van Sant für seine brillante Satire auf den Karrierismus.


SzenenfotoBemerkungen

Die Dreharbeiten begannen Anfang April 1995 und fanden hauptsächlich in Toronto und der näheren Umgebung statt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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