Partisanenfamilien finden im Belgrad des Jahres 1941 während der Nazi-Besatzung Unterschlupf in einem Keller. Von einem verschlagenen Schieber unterstützt, stellen Sie Waffen für den Widerstand her.
Nach dem Kriegsende fahren sie mit dieser noblen Beschäftigung fort, da ihr Wohltäter ihnen fiktive Berichte über die Siege der Deutschen im Rundfunk vorspielt, um die Produktion aus dem Untergrund am laufen zu halten - diesmal zu seinem eigenen Nutzen.
Diese Täuschung wird noch um einen Grad perverser, als er seinen besten Freund dazu bringt, sich im Untergrund zu verstecken, damit er die Frau, die sie beide lieben, ganz für sich hat.
Zwanzig Jahre vergehen. Dann, während einer unterirdischen Hochzeit, gelangen ein paar der irregeführten Partisanen nach draußen. Obwohl man inzwischen das Jahr 1961 schreibt, glauben sie, dass die Nazis noch immer an der Macht sind: sie sind zufällig in die Dreharbeiten eines Films gestolpert, der die deutsche Besetzung ihres Landes schildert.
Wieder dreißig Jahre später werden einige eben dieser Patrioten in den Kampf um Slawonien verwickelt ... 1991 ...
Filmkritiken
film-dienst 24/1995: Ein Versuch, dem Bruderkrieg im ehemaligen Jugoslawien beizukommen, dem es trotz zahlreicher genialer Bildeinfälle nicht gelingt, ein dramaturgisch abgerundetes Bild zu entwerfen. Visuelle Sensationen und aberwitzige, groteske Wendungen wiegen die oberflächliche Personenzeichnung und die mangelhafte Stoffentwicklung nicht auf.
Frankfurter Rundschau: Gewalt, Heiterkeit, Skurrilität und visuelle Kraft explodieren auf der Leinwand wie eine Sprengladung. Nach "Underground" hat man einen gewaltigen Kater, doch der Rausch war es wert.
FAZ: Pralles, energiegeladenes Volkstheater, das zugleich Parabel und Reigen von Symbolen ist. Die Phantasie, mitreißend, schlägt Purzelbäume.