Strange Days

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Strange Days
Titel USA: Strange Days
Genre: SF-Thriller
Farbe, USA, 1995, FSK 16

Kino Deutschland: 1996-02-08
Wiederaufführung Deutschland: 1999-12-16
Laufzeit Kino: 139 Minuten
Kinoverleih D: Jugendfilm

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-09-02
Kaufkassette: 1997-03-04
Laufzeit Video: 139 Minuten
Anbieter: VCL


Szenenfoto Es ist die perfekte Droge, und der Ex-Cop Lenny Nero ist ihr gewiefter Dealer: In einem infernalischen L. A. kurz vor der Jahrtausendwende vertickt der schmierig wirkende Loser die sogenannten 'Squids', Laser-Discs, die menschliche Gedankenströme eins zu eins aufzeichnen und jederzeit von abhängigen Squid-Junkies konsumiert werden können. Gewünscht ist meist heiße Ware: Sex & Crime.

Lenny weiß selbst wie süchtig die kleinen Discs machen können, verliert er sich doch immer wieder in vergangenen 'aufgezeichneten' Welten, als er noch mit seiner Ex Faith zusammen war. Heute ist sie mit dem sinistren Musik-Manager Philo Gant zusammen, mit dem sie eine durch Brutalität gekennzeichnete Beziehung verbindet.

Lennys Welt gerät aus den Fugen, als ihm zwei Discs zugespielt werden, auf denen der Mord an einer Prostituierten und der gewaltsame Tod eines einflußreichen und militanten Rap-Stars Jeriko One aufgezeichnet wurden. Unversehens wird er in einen Strudel der Gewalt hineingezogen, der ihn direkt zu Faith mörderischen Lover Gant führt, der einst Jeriko unter Vertrag hatte.

Doch nicht nur Philo Gant hat seine schmutzigen Finger im Spiel, auch Lennys bester Freund, der Cop Max Peltier, ist in die mörderische Intrige verwickelt. Nur mit Hilfe seines schönen schwarzen Schutzengels Mace, einer perfekt ausgebildeten Security-Dame, entgeht Lenny knapp dem Tod und kann einem neuen Jahrtausend entgegensehen.


SzenenfotoDarsteller: Ralph Fiennes (Lenny Nero), Angela Bassett (Lornette "Mace" Mason), Juliette Lewis (Faith Justin), Tom Sizemore (Max Peltier), Michael Wincott (Philo Gant), Vincent D'Onofrio (Burton Steckler), Glenn Plummer (Jeriko One), Brigitte Bako (Iris), Richard Edson (Tick), William Fichtner (Dwayne Engelman), Josef Sommer (Palmer Stricklan)

Regie: Kathryn Bigelow

Stab: • Produzenten: James Cameron, Steven-Charles Jaffe • Drehbuch: James Cameron, Jay Cocks • Vorlage: Story von James CameronMusik: Graeme Revell • Kamera: Matthew F. Leonetti • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Lilly Kilvert • Schnitt: Howard Smith • Kostüme: Ellen Mirojnick • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Süddeutsche Zeitung 08.09.1995: Auch Bigelow unternimmt, unterstützt von ihrem ehemaligen Mann James Cameron, eine Kino-Tour de Force. Im Mittelpunkt steht das "Playback", ein "neues" Verfahren, mit dem die Menschen im Cyberspace-Zeitalter fremde Erfahrungen so intensiv nacherleben können wie nie zuvor. Ein Verfahren, das Bigelow unter radikalem Einsatz aller filmischen Techniken von heute simuliert: gnadenlos harter Schnitt, überwältigender Sound, Gewalt bis an die Schmerzgrenze - das Kino als Hexenkessel.

Zoom 02/1996: Teils "Film Noir", teils medienkritischer Diskurs, teils Endzeit-Fresko, vermag das hektisch-chaotische, aber auch repetitive Spektakel nicht ganz zu überzeugen, bleibt aber allemal eine eigenwillige und diskussionswürdige Variante des ermüdenden Action-Genres.

Playboy 01/1996: Apokalyptischer Adrenalin-Thriller ... eine packend inszenierte Geschichte um Gewalt, Rassismus und Humanitätsverfall, die zudem noch zum Nachdenken zwingt.

Cinema 1999-12: Und noch ein Film zum Millenniumswechsel, diesmal eine Ausgrabung: Der Film noir von Kathryn Bigelow floppte bei der Erstaufführung, vielleicht findet das Jahr-2000-Spektakel jetzt sein Publikum.

film-dienst: Optisch-akustischer Parforce-Ritt (...) Eine technisch virtuos realisierte Utopie, die die fortschreitende Tendenz der visuellen Medien zu aggressiver Stimulation thematisiert.

Blickpunkt Film: "Strange Days", das ist Kino, bei dem einem das Sehen und Hören im wahrsten Sinne des Wortes vergeht.

Cinema 1996-02: Kathryn Bigelow entfesselt ein futuristisches Bildergewitter mit Ralph Fiennes.

Dirk Jasper FilmLexikon
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