Es ist die perfekte Droge, und der Ex-Cop Lenny
Nero ist ihr gewiefter Dealer: In einem infernalischen L. A. kurz
vor der Jahrtausendwende vertickt der schmierig wirkende Loser die
sogenannten 'Squids', Laser-Discs, die menschliche
Gedankenströme eins zu eins aufzeichnen und jederzeit von
abhängigen Squid-Junkies konsumiert werden können.
Gewünscht ist meist heiße Ware: Sex &
Crime.
Lenny weiß selbst wie süchtig die kleinen Discs machen können, verliert er sich doch immer wieder in vergangenen 'aufgezeichneten' Welten, als er noch mit seiner Ex Faith zusammen war. Heute ist sie mit dem sinistren Musik-Manager Philo Gant zusammen, mit dem sie eine durch Brutalität gekennzeichnete Beziehung verbindet.
Doch nicht nur Philo Gant hat seine
schmutzigen Finger im Spiel, auch Lennys bester Freund, der Cop Max
Peltier, ist in die mörderische Intrige verwickelt. Nur mit
Hilfe seines schönen schwarzen Schutzengels Mace, einer
perfekt ausgebildeten Security-Dame, entgeht Lenny knapp dem Tod
und kann einem neuen Jahrtausend entgegensehen. Darsteller: Ralph Fiennes (Lenny
Nero), Angela
Bassett (Lornette "Mace" Mason), Juliette Lewis (Faith Justin),
Tom Sizemore (Max Peltier), Michael Wincott (Philo Gant), Vincent D'Onofrio (Burton
Steckler), Glenn Plummer (Jeriko One), Brigitte Bako (Iris),
Richard Edson (Tick), William Fichtner (Dwayne Engelman), Josef
Sommer (Palmer Stricklan)
Regie: Kathryn Bigelow Stab: • Produzenten:
James Cameron,
Steven-Charles Jaffe • Drehbuch: James Cameron, Jay Cocks
• Vorlage: Story von James Cameron •
Musik:
Graeme Revell
• Kamera: Matthew F. Leonetti • Spezialeffekte: -
• Ausstattung: Lilly Kilvert • Schnitt: Howard Smith
• Kostüme: Ellen Mirojnick • Make Up: - •
Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: -
• Filmkritiken
Süddeutsche Zeitung 08.09.1995: Auch Bigelow unternimmt, unterstützt von ihrem ehemaligen Mann James Cameron, eine Kino-Tour de Force. Im Mittelpunkt steht das "Playback", ein "neues" Verfahren, mit dem die Menschen im Cyberspace-Zeitalter fremde Erfahrungen so intensiv nacherleben können wie nie zuvor. Ein Verfahren, das Bigelow unter radikalem Einsatz aller filmischen Techniken von heute simuliert: gnadenlos harter Schnitt, überwältigender Sound, Gewalt bis an die Schmerzgrenze - das Kino als Hexenkessel. Zoom 02/1996: Teils "Film Noir", teils medienkritischer Diskurs, teils Endzeit-Fresko, vermag das hektisch-chaotische, aber auch repetitive Spektakel nicht ganz zu überzeugen, bleibt aber allemal eine eigenwillige und diskussionswürdige Variante des ermüdenden Action-Genres. Playboy 01/1996: Apokalyptischer Adrenalin-Thriller ... eine packend inszenierte Geschichte um Gewalt, Rassismus und Humanitätsverfall, die zudem noch zum Nachdenken zwingt. Cinema 1999-12: Und noch ein Film zum Millenniumswechsel, diesmal eine Ausgrabung: Der Film noir von Kathryn Bigelow floppte bei der Erstaufführung, vielleicht findet das Jahr-2000-Spektakel jetzt sein Publikum. film-dienst: Optisch-akustischer Parforce-Ritt (...) Eine technisch virtuos realisierte Utopie, die die fortschreitende Tendenz der visuellen Medien zu aggressiver Stimulation thematisiert. Blickpunkt Film: "Strange Days", das ist Kino, bei dem einem das Sehen und Hören im wahrsten Sinne des Wortes vergeht. Cinema 1996-02: Kathryn
Bigelow entfesselt ein futuristisches Bildergewitter mit Ralph
Fiennes.
|



Es ist die perfekte Droge, und der Ex-Cop Lenny
Nero ist ihr gewiefter Dealer: In einem infernalischen L. A. kurz
vor der Jahrtausendwende vertickt der schmierig wirkende Loser die
sogenannten 'Squids', Laser-Discs, die menschliche
Gedankenströme eins zu eins aufzeichnen und jederzeit von
abhängigen Squid-Junkies konsumiert werden können.
Gewünscht ist meist heiße Ware: Sex &
Crime.
Lennys Welt
gerät aus den Fugen, als ihm zwei Discs zugespielt werden, auf
denen der Mord an einer Prostituierten und der gewaltsame Tod eines
einflußreichen und militanten Rap-Stars Jeriko One
aufgezeichnet wurden. Unversehens wird er in einen Strudel der
Gewalt hineingezogen, der ihn direkt zu Faith mörderischen
Lover Gant führt, der einst Jeriko unter Vertrag
hatte.
Darsteller: Ralph Fiennes (Lenny
Nero),
Filmkritiken