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Steinbock und Hammer-Gerd sitzen, und zwar in der selben Zelle. Sie sind Freunde - in fast allen Lebenslagen. Während Rüdiger Steinbock von der mangelnden Damenwelt träumt, sucht Gerhard Hammerer das Besondere im Alltag. Ihr Knastleben ist durchaus abwechslungsreich: Ein großangelegtes Schubkarrenrennen will gewonnen sein, und bei der Zellenarbeit gilt es, putzige Männlein mit Pinsel und Farbe zu verschönern - für Hammer-Gerd durchaus ein kreatives Betätigungsfeld.
Dr. Fazetti ist Deutschlands jüngster Strafvollzugsdirektor. Als guter Manager beweist er sein soziales und ökonomisches Gespür mit innovativen Ideen. Sein neuester Geniestreich. Frauen und ihr großes emotionales Potential sollen die Wiedereingliederung der Knastinsassen in die Gesellschaft erleichtert. Denn eins ist klar: Ohne starke Frauen läuft bei harten Männern nichts.
Also wird eine Kampagne gestartet, um
für einige auserwählte Gastgeberinnen für einen
einwöchigen Hafturlaub zu gewinnen. Der griesgrämige
Gefängnisinspektor Mohrmann ist da eher skeptisch: "Haben die
Frauen erst einmal einen Fuß in der Tür, ist die
Sicherheit weg. Alles am Arsch!"
Opa Steinbock erfährt von der Kampagne durch die Zeitung. Opa Steinbock lebt im Altersheim: ein schmieriger, aber sympathischer Schwerenöter alter Schule, der mit Kuppelei bei seinen Mitbewohnern ein bißchen dazuverdienst und gern die guten alten Tresorknackerzeiten mit seinem Enkel wieder aufleben ließe.
Da kommt ihm die Kampagne von Dr. Fazetti gerade
recht. In seinem Altenheim findet er eine passende Partie für
Rüdiger Steinbock: Emilia ist Pflegerin und als
alleinstehendes "Mädel aus gutem Hause" mit ihrem ererbten
Anwesen gleich neben seinem Altersruhesitz in Opa Steinbocks Augen
die ideale Urlaubsadresse.
Steinbock nimmt die Herausforderung an und versucht ihr zu schreiben. Doch sein Briefstil ist kaum subtiler als sein sonstiges Verhältnis zur Damenwelt. Glücklicherweise gibt es den "Politischen" Raffuzzi im Knast, der schreibt gegen entsprechendes Entgelt einen poetischen Brief - und Emilia wird neugierig. Emilia, attraktiv und äußerst reizvoll, findet nicht nur anerkennende Blicke bei Steinbock, auch der Gefängnisdirektor höchstpersönlich scheint nicht abgeneigt, sie für seine Interessen zu gewinnen.
Letztendlich war auch er in seiner Jugend
nicht ohne, findet er. Und so eine Frau kann er schlecht einem
ungehobelten Insassen überlassen. Womit er nicht rechnet, ist,
dass Emilia Steinbock durchaus anziehend findet. Zumal er so
schöne Briefe schreiben kann. So winkt den Freunden endlich
die Freiheit, denn auch Hammer-Gerd hat eine Gastgeberin gefunden.
Leider nicht gerade das, was er sich vorgestellt hat, doch gegen
ein passendes Entgelt läßt sie sich überreden, ihn
einzuladen, ohne ihn sehen zu wollen.
Maren, quasi im Vorbeifahren an einer Bushaltestelle aufgegabelt, erweist sich dagegen als ideale Partie von Hammer-Gerd. Nachdem sie Steinbocks Anmache eindeutig abgewiesen hat, trifft Hammer-Gerd den richtigen Ton. "Du hast eine tierisch süße Stimme, Schneewittchen" schlägt ein wie der Blitz, denn die lispelnde Maren will vor allem eines: Singen. Und Hammer-Gerd avanciert in kürzester Zeit zu ihrem Manager, beruflich und herzlicherseits. Mit der ganzen Härte seiner Männlichkeit verliebt er sich in Maren und trägt am Ende die Konsequenzen.
Steinbock seinerseits hat nicht nur mit der
spröden Emilia seine Probleme, die voll auf Konfrontationskurs
geht, überhaupt ist "draußen" einiges nicht mehr so wie
früher. Zu allem Überfluß will sein Opa, dass er den
Hafturlaub für ein paar "Fingerübungen" nutzt.
Knapp der Polizei entronnen, macht Steinbock nicht mehr mit - und Opa führt das Ding ohne ihn durch und verschätzt sich prompt. In altvertrauter Umgebung treffen sich dann Steinbock und Hammer-Gerd wieder. Schwer angeschlagen - herzlicherseits. Es scheint: Die geniale Kampagne des Gefängnisdirektors war ein Mißerfolg!
Doch unterschätze
da bloß keiner die starken Frauen ... und so komm es zu dem,
worauf die Damenwelt gewartet hat: Steinbock im Hühnerstall
... Hammer-Gerd in der Badewanne ... und beide finden ihre
Erfüllung!
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| © Fotos: Delphi © 1994 - 2010 Dirk Jasper |
