"Im Namen des
Vaters" ist nicht etwa ein ruhiger Kirchenfilm, sondern
erzählt in sehr spannender Weise von einem der
größten Justizskandalen in der britischen
Rechtsgeschichte.
Ort: Belfast, Nordirland Der junge Gerry Conlon lebt in dieser, durch bürgerkriegsähnliche Verhältnisse zerrissenen, Stadt. Die britischen Truppen patrouillieren durch die Straßen - in ständiger Angst von einem Heckenschützen umgebracht zu werden. Gerry schlägt sich mit seinem Freund Paul als kleiner Dieb so durch. Aber seine Tätigkeit ist der IRA ein Dorn im Auge. Auf Anraten des Vaters geht er nach London. Dort lebt er eine zeitlang als Hippie. Zu dieser Zeit beginnt eine Reihe von Bombenanschlägen der IRA. Gerry, seine Freunde und die Familienangehörigen aus London werden von der Polizei als Hauptverdächtige festgenommen. Auch Gerry's Vater der nach London gekommen ist, um seinem Sohn zu helfen, wird verhaftet. Nach brutalen Verhören gestehen sie die Taten, obwohl sie allesamt unschuldig sind. In einem unfairen Verfahren werden sie zu Höchststrafen verurteilt. Dabei sind einige der Angeklagten noch nicht einmal volljährig. Nach dem Urteil beginnt der zweite Teil des Films. Er schildert den Gefängnisaufenthalt, die Spannungen zwischen Vater und Sohn, die sich immer wieder aufbauen und dann teilweise entladen. Die beiden leiden vor allem darunter, von den meisten Mitgefangenen geschnitten zu werden. Eines Tages schaut eine Anwältin vorbei, die bereit ist den Fall erneut aufzurollen... Der Film erzählt eine wahre Geschichte, alle Beteiligten hat es wirklich gegeben. Die britische Polizei wußte damals schon weit vor dem Urteil, dass alle Angeklagten "definitiv" unschuldig waren. Trotzdem hat man sie vor Gericht gebracht. Die beteiligten Beamten sind hierfür im übrigen nicht bestraft worden. Der Film lebt aber nicht nur von seiner spannenden und interessanten Story. Ebenso profitiert er von einer Reihe von wirklich guten Schauspielern. Daniel Day-Lewis spielt den Gerry Conlon sehr glaubwürdig und voller -jugendlicher(?)- Energie. Gerrys Vater Guiseppe wird von Pete Postlewaite (ja, habe ich extra nochmal nachschlagen müssen) gespielt. Er verkörpert einen harten, prinzipientreuen Mann. Die Anwältin wird übrigens von Emma Thompson (richtig, aus The Remains of Day aktuell bekannt) dargestellt. Diese Rolle ist aber eher klein angelegt. Auffällig ist außerdem die gute Musik. Sie ist wohl teilweise an die irische Folklore angelehnt, aber trotzdem modern. Sie klingt sehr interessant. Schon die Titelmusik zieht einem richtig in Bann. Fazit: Anschauen lohnt.
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"Im Namen des
Vaters" ist nicht etwa ein ruhiger Kirchenfilm, sondern
erzählt in sehr spannender Weise von einem der
größten Justizskandalen in der britischen
Rechtsgeschichte.