Eine Menge Zeug
fliegt schon in die Luft: ein Zug, ein Flugzeug, vier Hubschrauber,
ein ganzer Berg und wohl auch ein paar Autos. Doch trotz dieser
exzessiven Pyromanie ist John Woos Actionspektakel weder spannend
noch unterhaltend. Erzählt wird wieder einmal die Geschichte
eines Mannes, der glaubt mit einem nuklearen Sprengkörper die
Welt, also die USA zu erpressen.
Und jeder regelmäßige Kinobesucher weiß sofort, dass das sowieso nicht klappt. In allerletzter Sekunde wird der Countdown - man sehe, staune und wundere sich! - mittels einer simplen Fernbedienung abgebrochen: Denver, das Ziel im Atomvisier, bleibt heil, und dann folgt der übliche Kuß. Den hätten auch die beiden kernigen Männer in diesem Film gleich zu Anfang austauschen sollen, dann hätten sie sich viel Ärger und wir uns viel Langeweile erspart. Denn die zwei Machos, die sich hier ein Duell der ganz gewöhnlichen Hollywood-Art liefern, sind so fürchterlich geschwätzig, dass die Spannung wohl vor Schreck den Drehort verlassen hat. Vor jeder Hauerei und Schießerei erklärt der böse Vic (John Travolta) seinem ehemaligen Armeekollegen Riley (Christian Slater) erst einmal die Motive seines abgrundtief verabscheuungswürdigen Handelns, zwischendurch bringt er sogar das technische Kunststück fertig, mit einem schnöden Handy aus einem Kupferbergwerk heraus zu telefonieren. Während der gute Riley, als er Vic endlich in die ewigen Jagdgründe schicken könnte, es lieber vorzieht, mit ihm schnell noch eine Runde zu plaudern. Zum Schluß sei nur noch
erwähnt, dass der finale Rettungskuß natürlich
keineswegs homosexuellen Charakters ist. Zum Happy-End knutscht
nämlich Riley mit der süßen Terry (Samantha Mathis),
deren einzige Aufgabe daran bestanden hat, knapp zwei Stunden lang
hinter ihrem knackigen Helden herzulaufen (und sein Geschwätz
dabei zu ertragen). dass sie bei der ersten passenden Gelegenheit
dann sofort ihre Bluse auszieht, sagt eigentlich alles über
diesen Film.
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Eine Menge Zeug
fliegt schon in die Luft: ein Zug, ein Flugzeug, vier Hubschrauber,
ein ganzer Berg und wohl auch ein paar Autos. Doch trotz dieser
exzessiven Pyromanie ist John Woos Actionspektakel weder spannend
noch unterhaltend. Erzählt wird wieder einmal die Geschichte
eines Mannes, der glaubt mit einem nuklearen Sprengkörper die
Welt, also die USA zu erpressen.