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Nachdem wir Al Pacino und Robert DeNiro schon als Doppelpack in Heat sehen durften, hat uns jeder der beiden auch noch mit einem Solo beglückt. Während Robert DeNiro als Mafiagangster in 'Casino' so richtig bös und fies gucken durfte, steht Pacino als Bürgermeister von New York in 'City Hall', wie auch schon in Heat, wieder auf der Seite der Guten, oder ist es doch nicht so einfach?Der Film erzählt die alte Geschichte von Macht und Korrumption aus der Sicht von Kevin Calhoun (gespielt von John Cusack). Kevin ist, je nach Sichtweise, der Laufbursche, Wadenbeißer oder persönliche Assistent des Bürgermeisters. Eines ist er auf jedenfall, und dies wird seinen Chef noch vor große Probleme stellen: Integer. Eines regnerischen Tages, beginnt die Tragödie, die in den nächsten Tagen immer weitere Kreise zieht und immer mehr Opfer fordert. Bei einer Schießerei zwischen einem Polizisten und einem Mafiagangster wird versehentlich ein kleiner Junge tödlich getroffen. Der Bürgermeister schaltet sich in diesen Vorfall ein. Calhoun endeckt, dass der Gangster eigentlich gar keine Bewährung hätte kriegen dürfen. Andere, interssierte Kreise lancieren 40.000 $ so, dass es aussieht, dass der Polizist bestechlich gewesen sei. Wer zu den Guten und wer zu den Bösen zählt ist nicht immer ganz klar, mit einer Ausnahme: Kevin Calhoun und die Anwältin der Polizistenwitwe, dargestellt von Bridget Fonda. Im Laufe der Untersuchung werden von den beiden immer erstaunlichere Verstrickungen aufgedeckt. So interessant die Geschichte auch klingen mag, sie ist in diesem Fall die größte Schwäche. Der richtige Kick, der letzte Schuß Spannung fehlt. Gestört hat mich außerdem, dass das Ausmaß der verstrickungen schon relativ früh, für den Zuschauer klar ist. Auf der anderen Seite fand ich gut, dass die Verbiindung zwischen Macht, Korruption, Freundschafts-Diensten und dieser 'Hilfst Du mir, helf ich Dir' Mentalität (ohne Rücksicht auf die Belange der Stadt) nicht als platte Treffs im Dunkeln mit Geldscheinköfferchen gezeigt werden, sondern eher als Kompromiß zwischen zwei Firmen. Manchmal reicht in dieser Geschichte eine kleine Randbemerkung, um das gewünschte ins Rollen zu bringen. Was den Film ausmacht sind die Schauspieler. Nicht nur Al Pacino ist gut (nein, überragend war er nicht, dafür waren einige Szenen IMO zu übertrieben), sondern auch der ganze Rest. Sei es John Cusack, als das integere Landei, das es nach Big Apple verschlagen hat, sei es Bridget Fond als engagierte Anwältin oder Danny Aiello, als freundliches Ratsmitglied mit Verbindungen zu 'interssierten' Grundstückseigentümern. Auch Martin Landau, der den Richter spielt, der das verhängnisvolle Bewährungsurteil ausgesprochen hat, ist gut. Allerdings ist seine Rolle doch recht klein. Die Filmmusik, fällt in die Kategorie nett, aber unauffällig. (Das sollte sie auch sein???) Die Kameraführung/Schnitt hat mir gut gefallen. Es wird nicht so heftig geschnitten und übergeblendet, wie es wohl momentan in Mode gekommen ist. Fazit: Gute Story mit Schwächen und starken Schauspielern
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