Bei uns und sogar in
den USA gibt es ja kaum noch einen Krimi oder Actionfilm, wo nicht
wenigstens ein russischer Mafioso fies um die Ecke grinst. Doch bei
unseren Nachbarn in Frankreich gehen, seit den Tagen von Asterix
und Obelix, die Uhren bekanntlich anders. Und so setzt der
französische Regieveteran Jean-Marie Poiré in seiner
Action-Klamotte lieber auf chinesische Brutalos. Die Jungs von der
Hongkonger Mafia sind nämlich nicht nur eine Spur gemeiner als
ihre Kollegen von der Wolga, sondern vor allem irgendwie
exotischer.
Doch Schlitzaugen hin, Reisschnaps her - der Film ist eine einzige Enttäuschung. Da wird zwar geballert und gekillt, gehen Autos reihenweise zu Schrott, die Stunts und Spezialeffekte erreichen Hollywoodniveau, aber vom Stuhl reißt einen das Getöse nicht. Ganz im Gegenteil: Man fühlt sich sogar an verstaubte und längst glücklich überwunden geglaubte Kinozeiten erinnert, als die Sprücheklopfer Bud Spencer und Terence Hill mit ihren Dampfhämmer-Fäusten noch ganze Western-Saloons samt Insassen vertrimmten haben. Schuld an der schnell aufkommenden Langeweile ist die dürftige und recht witzlos erzählte Geschichte: Der Pariser Nachtklubbesitzer Carcos (Gérard Depardieu) kommt dabei über komplizierte Umwege in den Besitz von 40 Millionen Dollar, die der Mafia gehören. Das hat natürlich böse Folgen. Carcos wird von den finsteren Gesellen quer durch die Welt verfolgt, gerät zufällig an einen netten Priester (Christian Clavier), der ihn anfangs eher unwillig und schließlich tatkräftig unterstützt. Das ungleiche Paar streitet sich
bei alledem auch noch mit zwei echten himmlischen Schutzengeln
herum, die zwar inhaltlich überhaupt keinen Sinn machen, aber
immerhin für ein paar nette Gags sorgen. Und nach knapp zwei
Stunden ist das Spektakel dann vorbeigerauscht: laut, knallig, aber
leider ziemlich humorlos. Patriotisches Resümee: Statt zu
französischem Käse sollte man lieber zu echten Kerlen aus
Deutschland greifen.
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Bei uns und sogar in
den USA gibt es ja kaum noch einen Krimi oder Actionfilm, wo nicht
wenigstens ein russischer Mafioso fies um die Ecke grinst. Doch bei
unseren Nachbarn in Frankreich gehen, seit den Tagen von Asterix
und Obelix, die Uhren bekanntlich anders. Und so setzt der
französische Regieveteran Jean-Marie Poiré in seiner
Action-Klamotte lieber auf chinesische Brutalos. Die Jungs von der
Hongkonger Mafia sind nämlich nicht nur eine Spur gemeiner als
ihre Kollegen von der Wolga, sondern vor allem irgendwie
exotischer.