Jeffrey

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Jeffrey
Titel USA: Jeffrey
Genre: Tragikomödie
Farbe, USA, 1995, FSK 16

Kino Deutschland: 1996-06-06
Laufzeit Kino: 95 Minuten
Kinoverleih D: Kinowelt

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-01-20
Kaufkassette: 1997-01-20
Laufzeit Video: 95 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Jeffrey ist ein junger, gutaussehender Schauspieler. Leider erfolglos, unbekannt und ohne Engagement. So spielt er derzeit einen Kellner - immerhin gibt's dafür festes Honorar. Nach etlichen verpatzten Liebesnächten beschließt der Safer-Sex korrekte Jeffrey, künftig enthaltsam zu leben und sich lieber auf seine Karriere zu konzentrieren - bis plötzlich im Fitneßcenter die große Liebe seines Lebens vor ihm steht. Die Liebe heißt Steve. Und Jeffrey ist glücklich.

Die Euphorie jedoch endet jäh, als Jeffrey erfährt, dass sein Traumprinz HIV-positiv ist. Aller Verliebtheit zum Trotz will Jeffrey sich nun jeglicher Lust enthalten. Er besucht die "Keinen-Sex-mehr"-Kurse der resoluten New Age-Missionarin Debra Moorhouse, er tritt in der Gameshow "It's just Sex" auf oder sucht Trost bei Pater Dan - der Kirchenmann freilich scheint fleischlichen Lüsten bei weitem nicht so abgeneigt wie Jeff: im Gegenteil! Trost und Hilfe findet der verstörte Held schließlich bei seinem alten Freund Sterling, einem stil- und selbstbewußten Innenarchitekten. Der Rat von Sterling ist eindeutig: folge deinem Herzen, überwinde die Feigheit, lebe und liebe!

Für den Sex-Neurotiker Jeffrey freilich ist "carpe diem" leichter gesagt als getan. Doch Sterling geht mit gutem Beispiel voran: er ist seit Jahren mit dem etwas simplen, aber überaus schönen "Cats"-Tänzer Darius zusammen. Auch Darius ist HIV-positiv. Für Sterling ist die Liebe wichtiger als die Angst vor dem Tod. "Hasse Aids, nicht das Leben", so sein Motto, "betrachte den Virus wie einen ungebetenen Partygast, der nicht verschwinden will. Aber denk' daran: es ist noch immer unsere Party". Doch Jeffrey ist Jeffrey. Und Jeffrey weiß nicht so recht.

Um seiner Liebe abzuschwören, versucht er einen "12 Stufen gegen die Leidenschaft"-Kurs. Er trifft Mutter Teresa. Seine Eltern raten ihm inzwischen zu Telefonsex und Masturbations-Clubs. Auf der New Yorker "Gay Pride"-Parade schließlich trifft Jeff nicht nur auf die resolute Mrs. Marcangelo mit ihrem "präoperativen, transsexuellen lesbischen Sohn". Jeffrey begegnet zufällig auch Steve - doch wieder kann er sich nicht recht entscheiden. Erst als Darius erkrankt, erkennt Jeff den wahren Wert des Lebens - und der Liebe. Zum Glück wartet Mr. Right noch immer auf Jeffrey: Happy ending time ... und Mutter Teresa spielt Klavier dazu.


SzenenfotoDarsteller: Steven Weber (Jeffrey), Patrick Stewart (Sterling), Michael T. Weiss (Steve), Bryan Batt (Darius), Sigourney Weaver (Debra Moorhouse), Olympia Dukakis (Mrs. Marcangelo), Nathan Lane (Pater Dan), Irma St. Paule (Mutter Teresa)

Regie: Christopher Ashley

Stab: • Produzenten: Mark Balsam, Mitchell Maxwell, Victoria Maxwell für Workin' Man Film / The Booking Office • Drehbuch: Paul Rudnick • Vorlage: Bühnenstück von Paul Rudnick • Musik: Stephen Endelman • Kamera: Jeffery Tufano • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Michael Johnston • Schnitt: Cara Silverman • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 11/1996: Ein provozierender Film nach einem Bühnenstück, der neben der ernsten Thematik sein Sujet zugleich für einige grelle Schlaglichter auf die Szene nutzt.

TV Hören und Sehen 22/1996: Galgenhumor mit Tiefgang. Mehrfach inszenierte Regisseur Christopher Ashley die Story fürs Theater, die Leinwandversion ist gelungenes Kino.

TV Spielfilm 12/1996: Gute Darsteller, guter Witz. Nicht hundertprozentig gelungen, aber sehenswert.

Cinema: Brillante Komödie über Lieben und Lachen in den Zeiten von Aids.

Dirk Jasper FilmLexikon
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