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Der erste Kontakt mit dem Raumschiff Enterprise dürfte es für viele im Publikum nicht sein, aber auch für diejenigen, die bisher nichts mit Star Trek und seinem Umfeld zu tun haben wollten, bietet dieser Film einiges.Die Borg, der größte Feind der Föderation, bedrohen den Planeten Erde. Captain Picard und seine Mannschaft befinden sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf Befehl der Sternenflotte weit weg vom eigentlichen Geschehen. Viele Jahre zuvor war der Captain von den Borg gekidnappt und zu einem Borg umgewandelt (Filmjargon: assimiliert) worden. Trotz seiner erfolgreichen Rückumwandlung vertraut man ihm nicht mehr uneingeschränkt. Als es zur Schlacht kommt, mißachtet die Enterprise die Befehle und eilt zum Schlachtfeld. Dort angekommen, sieht die Mannschaft den Feind einen Zeitsprung machen. Die Borg wollen die Erde schon in der Vergangenheit übernehmen und so die Geschichte der Menschheit total verändern. Die Enterprise folgt den Borg durch den Zeittunnel. Die Story splittet sich nun in zwei Haupthandlungsstränge auf. Ein Team auf der Erde versucht den Wissenschaftler zu finden, der den Warpantrieb entwickelt hat. Denn nur wenn der Flug des ersten Raumschiffes mit Überlichtantrieb erfolgreich stattfindet, werden die Vulkanier (eine weitere Rasse im Star Trek Universum) mit den Menschen Kontakt aufnehmen (halt den 'First Contact') und es wird zur Gründung der Föderation kommen. Parallel versucht die auf dem Schiff verbliebene Mannschaft verzweifelt sich gegen die Borg zu wehren, die ihr Schiff geentert haben. Doch sowohl bei der Enterprise, als auch auf Seiten der Borg, verläuft nicht alles nach Plan ... Die Star Trek Filme stehen (nicht zu unrecht) in den Ruf, für ein spezielles Publikum geschrieben worden zu sein. Es wimmelt von Anspielungen, Insider-Witzen und es werden viele Dinge als bekannt vorausgesetzt. Dies gilt teilweise auch für Star Trek - Der erste Kontakt. Aber es ist längst nicht so extrem, wie im letzten Film. Die Story und die Schauspieler bieten auch dem Star Trek unerfahrenen Besucher genügend Unterhaltung. Überhaupt zählt der jüngste Film zu den besseren der nun schon insgesamt acht Kinofilme. Während noch vor ein paar Jahren zu recht spekuliert wurde, ob man die alte Crew um Captain Kirk und Spock, wohl nie in den Ruhestand schicken würde, kann man sich nun zurücklehnen und aufatmen. Der Generationenwechsel ist geschafft. Die Geschichte zeigt sich recht abwechslungsreich. Es gibt Action, Spannung, was zum Lachen und zum Gruseln. Auch die Schauspieler sind gut. Allen voran, vielleicht auch durch die Rolle bedingt, James Cromwell als 'verrückter' Wissenschaftler und Alfre Woodard, die eine starke Frauenrolle inne hat und das Gegengewicht zu Patrick Stewart aka Captain Picard bildet. Das Aufeinandertreffen dieser beiden starken Personen ist sehr interessant. Die eine, eine Frau mitten aus dem Leben, dem Chaos nach dem dritten Weltkrieg. Der andere 'Feingeist', 'zivilisiert' und 'erhaben', dabei der Wut, dem Chaos und der blinden Rache wesentlich näher, als er bereit ist sich einzugestehen. Die Regie wurde von Jonathan Frakes geführt, der gleichzeitig als Commander Riker mitspielt. Aber dennoch hat er nie die Übersicht verloren. Die im Film verwobenen Handlungsstränge bleiben übersichtlich und klar gegliedert. Der Zuschauer weiß immer wann und wo er sich befindet. "Star Trek - Der erste Kontakt" ist Mr. Frakes erster Kinofilm. Regieerfahrung konnte er zuvor bei einigen Folgen der TV-Serie sammeln. Die Special Effects, unverzichtbar für einen SF-Film, sind gelungen. Das größere Budget des Kinofilms macht einiges möglich. So gibt es eine neue, düstere Enterprise und mehrere nette optische Effekte. Apropo düster: Der neue Film hat insgesamt einen düsteren Touch, kein Wunder hat sich der Regisseur doch nach eigenen Aussagen von Filmen wie Alien und Blade Runner inspirieren lassen.
Fazit: 8 von 10 Sternenkriegern.
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