Die junge, schöne Japanerin Nagiko, die als Model arbeitet, kann nur sexuelle Lust empfinden, wenn sie sich am ganzen Körper mit kalligraphischen Schriftzeichen bemalen läßt.
Doch schon bald reichen ihr die Versuche mit unterschiedlichen Sprachen und Maltechniken nicht mehr aus, und sie sucht nach männlichen Körpern, die sie selbst bemalen kann.
Aus einer Zweckgemeinschaft mit einem jungen Mann, dessen Körper ihr als Unterlage für ihre japanischen Liebesgedichte dient, wird eine Liebesgeschichte mit mythischem Charakter, die bis über den Tod hinausgeht.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Erotisch, sinnlich und spannend erzählt Greenaway in Bildern voller Poesie und Schönheit die Geschichte einer jungen, hübschen Frau, die bereit ist, für ihre Selbstverwirklichung und Liebe bis zum Äußersten zu gehen.
film-dienst 22/1996: Die obessive Leidens- und Rachegeschichte ist Ausgangsmotiv einer komplexen, metaphernreichen Beschäftigung mit Schrift und Zeichen als einem "körperhaften" Wahrnehmungssystem, das Räume und Zeit, Erotik und Tod, östliche und westliche "Prinzipien" am Ende dieses Jahrtausends umspannt. Ein anregender, ästhetisch ausgefeilter gedanklicher Höhenflug, der aber in seiner berechenbaren intellektuellen Verrätselung stets auch den Hang zur Monotonie in sich birgt.
TV Spielfilm 22/1996: Greenaways optische Körperkunst ist faszinierend anzusehen; mehr aber auch nicht. Optik um der Optik willen.
Berliner Morgenpost: Der Zuschauer wird gefangen genommen von einer Sinfonie erotischer Bilder von gewagter Schönheit und Direktheit.
Express: Eine formal außerordentlich faszinierende Bild-in-Bild-Zauberei, ein exotischer Ausflug ins Reich der Kalligraphie und der Lust.