Independence Day

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Independence Day
Titel USA: Independence Day
Genre: SF-Action
Farbe, USA, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1996-09-19
Laufzeit Kino: 144 Minuten
Kinoverleih D: 20th Century Fox

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1997-03-20
Kaufkassette: 1997-03-20
Laufzeit Video: 140 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox

DVD Deutschland: 2000-11-16
Laufzeit DVD: 147 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox



Sie können hier den Trailer zu diesem Film (MOV-Datei, 8,7 MB als ZIP gepackt) herunterladen.

Szenenfoto 2. Juli: Aufregung beim S. E. T. I.-Institut in New Mexiko. Seit Jahren suchen die Wissenschaftler nach außerirdischem Leben im Weltraum, jetzt scheinen sie fündig geworden zu sein. In der Nähe des Mondes ist ein riesiges Objekt aufgetaucht, bei dem es sich um keinen Asteroiden oder Meteoriten handeln kann, weil es seine Geschwindigkeit drosselt. Das Pentagon wird alarmiert und ein Krisenstab gebildet. Als sich von dem gigantischen Weltraumphänomen kleinere scheibenförmige Objekte lösen und Kurs Richtung Erde nehmen, ist Präsident Whitmore sowie seinen Beratern General Grey und Verteidigungsminister Nimziki klar, dass ihnen große, weltweite Veränderungen bevorstehen. Noch weiß allerdings niemand, ob die Außerirdischen in friedlicher oder feindlicher Mission unterwegs sind. Überall auf der Erde tauchen riesige Raumschiffe auf.

Miguel, der mit seinen Geschwistern in einem Wohnmobil lebt, spürt, wie viele seiner Nachbarn, instinktiv, dass eine Gefahr von den seltsamen Himmelphänomenen ausgeht und versucht, so schnell wie möglich zu fliehen. Er weiß nun auch, dass die Warnungen seines alkoholkranken Vaters Russell, der ständig behauptet hatte, von UFOs entführt worden zu sein, nur allzu wahr sind. Für Captain Steven Hiller, der sich auf ein geruhsames Independence-Day-Wochenende mit seiner Freundin Jasmine gefreut hat, bedeutet das Auftauchen der Raumschiffe sofortige Alarmbereitschaft. Er muß zurück zu seiner Militärbasis.

Der Computerspezialist David bewahrt Ruhe, während die Welt um ihn herum verrückt spielt. Er knackt den Code der Exoterristen und macht eine schreckliche Entdeckung: Die Signale, die die Raumschiffe aussenden, sind eine Art Countdown. Kurz entschlossen geht er zu seinem Vater Julius und fährt mit ihm nach Washington, direkt zum Weißen Haus. Davids geschiedene Frau Constance arbeitet als Medienbeauftragte des Präsidenten und nach einigen Schwierigkeiten gelingt es tatsächlich, ein kurzes Treffen mit dem Regierungsoberhaupt zu arrangieren. Präsident Whitmore erkennt, dass es ein Fehler war, die Städte nicht vorher evakuiert zu haben. Wenige Minuten, bevor der Countdown der Außerirdischen abläuft, fliehen er und seine Vertrauten aus dem Weißen Haus. Die Aliens greifen an: Der gigantische Bauch ihrer Raumschiffe öffnet sich und ein tödlicher, alles vernichtender Lichtblitz schießt heraus. Eine Welle der Vernichtung rollt über die Erde. Ganze Städte werden ausradiert. Die Invasion der Außerirdischen hat begonnen.

3. Juli: Die Großstädte der Welt liegen in Trümmern, als die erste Welle des Gegenangriffs beginnt. Unter den Piloten, die mit ihren F18-Kampfflugzeugen gegen die Außerirdischen antreten, ist auch Captain Steven Hiller. Die Mission scheitert an den Schutzschilden der Raumschiffe. Alle Raketen werden mühelos von den Invasoren abgewehrt. Kaum haben die mutigen Piloten ihren Angriff begonnen, werden sie von einer wahren Flut kleiner Alien-Attacker beschossen, die sich blitzschnell von ihrem Mutterschiff lösen. Ein mörderischer Luftkampf beginnt, den die Piloten der US-Airforce verlieren.

Captain Steven Hiller gelingt es jedoch nach einer Bruchlandung, einen der abgestürzten Alien-Attacker zu inspizieren. Dabei schlägt er eines der außerirdischen Wesen nieder und verpackt es in seinen Fallschirm. Währenddessen hat Präsident Whitmore von seinem Verteidigungsminister Nimziki erfahren, dass seit vielen Jahrzehnten eine streng geheime Militärbasis namens Area 51 existiert. Hier, so stellt sich heraus, wird seit 1947 ein damals in der Nähe von Roswell abgestürztes UFO, samt drei toter Insassen, aufbewahrt. Der Wissenschaftler Dr. Okun schildert mit großer Begeisterung, dass dieses Raumschiff seit dem Auftauchen der Aliens plötzlich wieder betriebsbereit sei.

Captain Steven Hiller, der sich einem riesigen Wohnmobil-Convoy angeschlossen hat, von dem auch Miguel und seine Familie ein Teil davon sind, erreicht mit seinem außerirdischen Fund Area 51. Als eine Untersuchung an dem Alien vorgenommen wird, erwacht es zum Leben. Es tötet Dr. Okun, verständigt sich durch dessen Körper und erklärt Präsident Whitmore, dass es keine friedliche Koexistenz geben könne, sondern nur die Vernichtung der Spezies Mensch. Danach wird es überwältigt und getötet. Präsident Whitmore läßt sich nun überreden, die Atombombe gegen die Invasoren einzusetzen. Jedoch ohne Erfolg. Die Lage ist damit völlig hoffnungslos. Zu der globalen Katastrophe kommt es für Präsident Whitmore auch zu einer persönlichen Tragödie.

Captain Steven Hiller, der sich mit Hilfe eines gestohlenen Helikopters auf die erfolgreiche Suche nach seiner Freundin Jasmine machen konnte, bringt auch die Präsidentengattin mit zur Area 51. Die Wiedersehensfreude zwischen Whitmore und seiner Gattin ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn die First Lady erliegt ihren schweren Verletzungen. Gerade als der Kampf gegen die Aliens endgültig verloren scheint, kommt dem Computerspezialisten David ein genialer Einfall. Mit Hilfe eines Computervirus könnte er den Schutzschild der außerirdischen Raumschiffe außer Betrieb setzen. Der kleine Haken an der Sache: Es müßte auf irgendeine Weise gelingen, den Virus in die riesige Alienstation, die irgendwo da draußen im Weltraum schwebt, zu bringen.

4. Juli: Das Schicksal der Menschheit liegt in den Händen von David und Captain Steven Hiller, die beide an Bord des Alien-Raumschiffs aus Area 51 gehen. Ihr Ziel: Die Raumstation der Außerirdischen. Präsident Whitmore und Tausende von Piloten stehen bereit, um mit ihren F18-Maschinen den letzten Angriff gegen die Wesen aus dem All zu fliegen. Der Independence Day könnte eine ganz neue Bedeutung bekommen ...


SzenenfotoDarsteller: Will Smith (Captain Steven Hiller), Bill Pullman (Präsident Thomas J. Whitmore), Jeff Goldblum (David Levinson), Mary McDonnell (Marilyn Whitmore), Judd Hirsch (Julius Levinson), Robert Loggia (General William Grey), Randy Quaid (Russell Casse), Margaret Colin (Constance Spano), James Rebhorn (Albert Nimziki), Harvey Fierstein (Marty Gilbert), Adam Baldwin (Major Mitchell), Brent Spiner (Dr. Brakish Okun)

Regie: Roland Emmerich

Stab: • Produzenten: Dean Devlin • Drehbuch: Dean Devlin, Roland EmmerichVorlage: Buch "Was geschah in Area 51" / Roman "Independence Day" von Dean Devlin, Roland Emmerich, S. Molstad • Filmmusik: David Arnold • Kamera: Karl Walter Lindenlaub • Spezialeffekte: Volker Engel, Douglas Smith, Clay Pinney, Joseph Viskocil • Ausstattung: Oliver Scholl, Patrick Tatopoulos • Schnitt: David Brenner • Kostüme: Joseph Porro • Make Up: - • Ton: Chris Carter, Bill W. Benton, Bob Beemer, Jeff Wexler • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

film-dienst 19/1996: Schrill patriotischer Science-Fiction-Film, der Vorgaben aus Dutzenden von Science-Fiction-, Katastrophen- und Kriegsfilmen zu einem tricktechnisch aufwendigen Zerstörungsabenteuer verarbeitet. Ideologisch fragwürdig, aber erfolgreich in seiner Spekulation mit äußerlichen und emotionalen Effekten.

Blickpunkt Film: Bereits die von Schauplatz zu Schauplatz rasende Exposition ist ein Feuerwerk dramaturgischen Ehrgeizes, das wie der gesamte Film ein Tempo vorlegt, das nur an wenigen, perfekt plazierten Punkten kurze Verschnaufpausen einlegt, um dann schonungslos weiterzuhetzen, bis die epische Geschichte in ihrer ganzen Breite aufgereiht und zusammengeführt ist.

Bunte: Nach den langen dunklen Jahren, in denen deutsche Autoren-Filmer das Universum langweilten, hat jetzt ein Schwabe das Licht angemacht. Hollywood ist geblendet von Roland Emmerichs Genie. Nach der Premiere von "Independence Day" sahen die Gäste aus, als hätten sie eine Offenbarung gesehen.

TV Spielfilm 19/1996: Simple Story, Sensationen satt - pures Entertainment in seiner aggressivsten Form.

Focus: Die Filmsensation des Jahres.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1996 für Volker Engel, Douglas Smith, Clay Pinney, Joseph Viskocil (Spezialeffekte)

Oscar-Nominierung für 1996 für Chris Carter, Bill W. Benton, Bob Beemer, Jeff Wexler (Ton)


SzenenfotoBemerkungen

Stephen Molstad, Dean Devlin und Roland Emmerich haben ein Buch herausgebracht, Independence Day - Was geschah in Area 51?, in dem sie den Anfang dieser Geschichte erzählen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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