Ich beichte

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ich beichte
Weiterer Titel: Zum Schweigen verurteilt
Titel USA: I Confess
Genre: Thriller
Schwarzweiss, USA, 1953, FSK 12

Kino Deutschland: 1953-07-07
Laufzeit Kino: 91 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 88 Minuten
Anbieter: Warner Home Video


Szenenfoto Der deutsche Auswanderer Otto Keller ist Sakristan in einer Kirche von Quebec, nicht ein sehr ehrenhafter allerdings. Als er von einem Anwalt bei einem Einbruch überrascht wird, bringt er diesen um.

Gleich anschliessend kniet er zu Pater Logan in den Beichtstuhl und bekennt seine Tat. Die strenge Regel des katholischen Beichtgeheimnisses verbietet es dem Pater, künftig mit irgend jemandem über dieses Schuldbekenntnis zu reden.

Weil Keller bei seinem Verbrechen eine Soutane trug, gerät auch Pater Logan unter Verdacht, dieser aber erweist sich als fatal, weil Logan vom Mordopfer erpresst wurde.

Dem dubiosen Anwalt des Sakristans war zusätzlich bekannt, dass der Priester vor seine Weihe ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau hatte. Dieses Wissen wiederum beeinflusst selbstverständlich die Geschworenen.


SzenenfotoDarsteller: Montgomery Clift (Pater Michael Logan), Anne Baxter (Ruth Grandfort), Karl Malden (Inspektor Larrue), Brian Aherne (Willy Robertson), O. E. Hasse (Otto Keller), Dolly Haas (Mrs. Alma Keller), Roger Dann (Pierre Grandfort), Charles André (Pater Millais), Judson Pratt (Murphy), Ovila Legare (Vilette), Giles Pelletier (Pater Benoit)

Regie: Alfred Hitchcock

Stab: • Produzenten: Alfred Hitchcock für Warner Bros. / First National Picture • Drehbuch: George Tabori, William Archibald • Vorlage: Theaterstück 'Nos Deux Consciences' von Paul Anthelme • Filmmusik: Dimitri Tiomkin • Kamera: Robert Burks • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Edward S. Haworth, George James Hopkins • Schnitt: Rudi Fehr • Kostüme: Orry-Kelly • Make Up: - • Ton: Oliver S. Garretson • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Lexikon des internationalen Films: Obgleich etwas schwerfällig und konstruiert wirkend, ist der Film packend und spielt innerhalb von Hitchcocks Gesamtwerk eine aufschlußreiche Rolle.


SzenenfotoBemerkungen

1949 unterschrieb Alfred Hitchcock einen Vertrag mit Warner Brothers über vier Filme, die ihm eine Gesamtgage von 999 000 Dollar einbrachten. 'Zum Schweigen verurteilt' ist der dritte nach 'Die rote Lola' und 'Verschwörung im Nordexpreß'.

Der Krimi basiert auf dem 1902 entstandenen Theaterstück 'Nos Deux Consciences' von Paul Anthelme. Das Drehbuch schrieben der Bühnenautor William Archibald und der renommierte Theaterschriftsteller George Tabori. Alfred Hitchcock, ein bekennender Katholik, war im Nachhinein selbst nicht allzu glücklich über seinen Entscheid, das Bühnenstück 'Nos deux conscience' von Paul Anthelme zu verfilmen. Wer nämlich 'Zum Schweigen verurteilt' wirklich verstehen will, der mußs auch die Absolutheit kennen, mit der ein katholischer Priester an sein Beichtgeheimnis gebunden ist. Und das wiederum ist bei Zuschauern aus anderen konfessionellen Bereichen kaum voraussetzbar.

Der Film wurde dennoch ein Erfolg und sogar ein echter Klassiker. Zu verdanken ist das neben der dichten Regie sicher auch den Darstellern, wobei unter anderen O. E. Hasse als Otto Keller, Dolly Haas als seine Frau, Karl Malden als Inspektor Larrue und ganz besonders Montgomery Clift als unnachahmlicher Pater Logan hervorragen.

Mit Hauptdarsteller Montgomery Clift hatte Hitchcock allerdings Probleme, weil der damals populäre Schauspieler ein Neurotiker und Trinker war. Den Part der Ruth sollte die Schwedin Anita Björk übernehmen. Weil sie ein uneheliches Kind und einen Liebhaber hatte, wurde sie von dem sittenstrengen Jack Warner durch Anne Baxter ersetzt.

Hitchcock hat einen Grossteil seines Films an Originalschauplätzen in Quebec gedreht, die Studioaufnahmen wurden in Hollywood gedreht..

Dirk Jasper FilmLexikon
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