Ernst Corinth über Der Hexenclub

Liebe Girlies, Ihr seid zwar die Zielgruppe für diesen Film, aber bitte schlagt um diesen "Hexenclub" einen riesengroßen Bogen und gebt das Geld für die Kinokarte lieber für Klamotten, Zigaretten, Alkohol und andere nützliche Dinge aus. Denn was Euch Regisseur Andrew Fleming hier auftischt, ist nicht nur der pure Unsinn, damit läßt sich ja ganz gut und amüsant im Kino leben, sondern ist gruftiemäßig miserabel inszeniert.

Erzählt, wenn man das grottenschlechte Aneinanderschneiden irgendwelcher Szenen so nennen darf, wird von vier jungen Damen (Robin Tunney, Fairuza Balk, Neve Campbell und Rachel True) aus Los Angeles, die aus den unterschiedlichsten Gründen unter Minderwertigkeitsgefühlen leiden und sich deswegen in Hexerei, Teufelei und schwarze Magie flüchten. Dadurch können sie nun ihre Pubertätsphantasien hübsch ausleben, Boys den Kopf verdrehen, Aknepickel verlieren oder bei Rot über die Ampel fahren.

Das klingt gewiß nicht schlecht, aber ist leider so humorlos und bierernst inszeniert, dass einem bei dem ganzen Hokuspokus noch nicht einmal die netten Spezialeffekte erfreuen können. Obwohl eine Kloschüssel voller Würmer, Schlangen und Kakerlaken tatsächlich schön ekelhaft ausschaut. Also Girlies, selbst wenn Ihr auf Grunge steht, bitte nicht hingehen, lohnt sich nicht, in echt!

© 1999 Ernst Corinth © 1999 Next Step Mediendienste GmbH