Mit einer Handvoll bestausgebildeter Offiziere hat sich Brigadegeneral Francis X. Hummel in den Besitz von einigen mit dem hochgiftigen Gas V. X. bestückten Raketen gebracht. Damit verschanzt er sich auf der legendären Gefängnisinsel Alcatraz, wo er 81 Touristen als Geiseln nimmt.
Seine Forderung ist unmißverständlich. Wenn die US-Regierung nicht 100 Millionen Dollar für die 83 Familien seiner toten Marines bereitstellt, dann wird der General mit seinen hochexplosiven biochemischen Waffen die gesamte Bevölkerung von San Franzisco auslöschen. Mit Hilfe des FBI-Agenten Stanley Goodspeed, einem Spezialisten für biochemische Waffen, des Ausbruchskünstlers Patrick Mason, des einzigen, dem jemals die Flucht von Alcatraz gelang, und einer Truppe hochqualifizierter Marines soll die Insel gestürmt, sollen die Geiseln befreit und die Sprengsätze der Giftgasraketen entschärft werden.
Doch als die Angreifer ins unterirdische Labyrinth eingedrungen und gerade im Begriff sind, über den Duschraum den Gefängnistrakt zu stürmen, blicken sie auch schon in die Gewehrmündungen von Hummels Männern. Wenig später eröffnen die Terroristen das Feuer. Am Ende des blutigen Massakers gibt es nur zwei Überlebende. Goodspeed und Mason.
Das Schicksal San Franziscos liegt jetzt in den Händen dieser Männer, und die beiden haben nur noch wenige Stunden Zeit, um zu verhindern, dass sämtliches Leben in der Bay Area vernichtet wird. Ein unbarmherziger Wettlauf mit der Zeit, bei dem eine falsche Bewegung das Ende für alle Beteiligten bedeuten könnte, beginnt ...
Filmkritiken
Filmkritik von Gerhard Heeke
Filmkritik von Andreas Dimpfel
Die Woche 12.07.1996: Trotz Starbesetzung, Star-Location und einer FX-Orgie, wie man sie lange nicht gesehen hat, ist "The Rock" nichts weiter als eine dem Wertesystem der Clinton-Ära angepaßte, mit ein paar Bond-Reminiszenzen angereicherte Coverversion von "Rambo II" und "Top Gun", die Ex-Werbefilmer Michael Bay als eine Art Leistungsschau der US-Streitkräfte inszeniert. Cage und Connery haben in diesem Dauer-Ramstein nie eine Chance, sich als Figuren zu behaupten. Die wenigen Szenen, die nicht vom Grau der Uniformen und vom Orange der Explosionen beherrscht werden, würden kaum ausreichen, einen Trailer zu füllen, und die als heimlicher Hauptdarsteller angekündigte Gefängnisinsel könnte ebensogut ein verlassenes Kohlebergwerk in Kentucky sein. Nur Ed Harris als männerbündlerischer, Gerechtigkeit für seine im Golfkrieg verheizten Kameraden fordernder Brigadegeneral spielt, als wolle er in Ernst Jüngers nächsten Tagebüchern vorkommen. Aber das fällt wohl in die Kategorie der vergeblichen Liebesmühen.
TV Spielfilm 15/1996: Kraftvoll, aber kunstlos. In Michael Bays Alcatraz-Actionfilm "The Rock" bewiesen Sean Connery und Nicolas Cage vor allem Fitneß. Charakter war weniger gefragt. ... Eher aufgeregtes als aufregendes Actionkino mit Sean Connery als ruhendem Pol.
film-dienst 15/1996: Mit dem Darstellerteam Sean Connery und Nicholas Cage als wirkungsvolle und witzige Helden wider Willen gewinnt die genreübliche Action gelegentlich an Reiz, der jedoch immer wieder durch überaktive Hektik und gleichförmige Materialschlachten zugedeckt wird. Ein weiteres Beispiel für die Okkupation des Actionfilms durch die berechnende Videoclip-Ästhetik.