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Für einen Actionfilm mit richtig Fahrt ist Speed nicht unbedingt nötig, wie ein unbeweglicher Felsen vor San Francisco, genannt Alcatraz, zeigt.Der FBI Experte für biologische und chemische Kampfstoffe, Stanley Goodspeed, ist eigentlich mehr ein Schreibtisch-Stratege, aber er ist der einzige, der Millionen von Bürgern der Stadt San Francisco das Leben retten kann. Terroristen, bestehend aus ehemaligen US-Marines, haben die Insel Alcatraz besetzt und drohen jegliches Leben in der Millionenmetropole mittels Giftgasraketen zu vernichten. Die brisanten Raketen wurden kurz zuvor aus einer streng bewachten Marinebasis entwendet. Auf der Insel werden außerdem noch 81 Touristen als Geiseln festgehalten. Da sich die Regierung ungern erpressen läßt, erwägt man mittels eines Kommandotrupps die Insel zu stürmen und die Raketen zu entschärfen. Für dieses Kommandounternehmen braucht man aber einen Mann mit Ortskenntnis. Und wer könnte sich besser auf der Gefängnisinsel auskennen, als John Patrick Mason alias Sean Connery? Mason gehört der britischen Eliteeinheit SAS an und ist der einzige, der es je geschafft hat lebend von Alcatraz zu fliehen. Allerdings wurde er kurz darauf wieder geschnappt und man hat ihn als nationales Sicherheitsrisiko in einem Hochsicherheitsgefängnis 'verschwinden' lassen. Er taucht in keinen Akten mehr auf. Nun benötigt man sein Know How und bietet ihm einen Deal an. Sein Wissen gegen seine Freiheit. Wie auch schon in "Einsame Entscheidung", passiert bei der Aktion ein kleines Mißgeschick und kurz darauf kommt es allein auf Godspell und Mason an, ob ein paar Millionen Menschen ihr Leben noch ein wenig behalten dürfen... 'The Rock' ist ein Actionfilm par excellence und sicherlich eines der Actionhighlights dieses Kinosommers. Von Anfang an wird der Zuschauer von einer rasanten, leider nicht durchgängig logischen, Story mitgerissen. Für Charakterzeichnungen bleibt da naturgemäß wenig Zeit. Aber das ist ja nun auch nicht gerade die Aufgabe eines Actionfilms. Aber dennoch gelingt es Nicholas Cage, sicherlich noch bekannt aus 'Leaving Las Vegas', und Sean Connery ihren, recht eindimensional angelegten, Figuren, wirkliches Leben einzuhauchen. Sie wirken auf ihre Art glaubwürdig. Aber dennoch kann es sich insbesondere Mr. Connery nicht verkneifen, sein eigenes Actionfilm Image, so hin und wieder zu persiflieren. Wie es sich für einen Actionfilm der späten Neunziger gehört, zählen die Schauspieler (leider) nicht unbedingt zur Hauptsache des Films. Hier sind die Stunts, die Explosionen und Verfolgungsjagden/Minute wichtiger. 'The Rock' kann auch damit aufwarten. Selten habe ich so schnell geschnittene Verfolgungsjagden gesehen. Das geht teilweise so schnell, dass man die Verfolgung nicht ansieht, sondern eher, wie bei einer Fahrt mit der Achterbahn, miterlebt. Ein Kino mit großer Leinwand und gutem Ton ist dafür allerdings meiner Meinung nach Voraussetzung, dann kann sich die Jagd im Kopf 'fortsetzen'. Auch dem Ton spreche ich mein Lob aus. Es ist sicherlich nicht einfach bei einer Szene, die in einem hallenden Gebäude spielt, bei der die Kugeln aus allen Ecken kommen und die Männer nur noch brüllen, die richtige Abmischung zu finden. Bei so vielen Dingen für Auge und Ohr, geht die Filmmusik, obwohl gutgemacht, etwas unter. Was gibt es sonst noch zu sagen: Fazit: Für Actionfreunde ein Highlight.
9 von 10 giftigen Terroristen.
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