In dem Nachtclub "Eager Beaver" in Fort Lauderdale, Florida, tritt die ehemalige FBI-Sekretärin Erin Grant als Tänzerin auf, um Geld für einen teuren und langwierigen Prozeß zu verdienen, den sie gegen ihren psychopathischen Mann führt, um das Sorgerecht für ihre Tochter Angela zu bekommen.
Der schmierige Kongreßabgeordnete David Dilbeck, der sich seine politische Macht als Lobbyist für skrupellose Zuckerrohr-Barone verdient, kann sich bei Erins Anblick im sexuellen Überschwang nicht mehr zurückhalten. Ein Stammgast, ebenfalls glühender Verehrer von Erin, erkennt Dilbeck und versucht ihn zu erpressen, um Erin bei ihren Gerichtskosten zu helfen.
Als der Mann daraufhin in einem See gefunden wird, schaltet sich Detective Al Garcia ein, den die Spur schon bald ins "Eager Beaver" führt und zu den anderen Gestalten, die diesen Nachtclub bevölkern. Da ist zum Beispiel der hünenhafte Rausschmeißer Shad, der selbst auf der Suche nach dem großen Coup ist, oder Erins Ex-Mann Darrell, der mit gestohlenen Rollstühlen handelt ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Cinema 08/1996: Der Zuschauer hat da aber schon längst das Interesse verloren, denn "Striptease" ist keine Satire, sondern eine krude Genre-Mixtur mit Stimmungsschwankungen. Die Anflüge von Humor sind nicht mehr als ein laues Lüftchen, und Bergmans satirische Attacken gegen heuchlerische Moral eher aufdringlich als komisch. Die dramatischen Aspekte wirken erst recht an den Haaren herbeigezogen. Und die spekulativen Szenen der Mooreschen Fleischbeschau treiben vielleicht in Amerika ein paar verklemmte Tugendwächter auf die Barrikaden, hierzulande dürfte es bei einem müden Gähnen bleiben. Der bestbezahlten Hollywood-Heroine aller Zeiten haben die hautnahen Recherchen in einschlägigen Lokalen wenig genutzt. Als Publicity-Coup dienen sie allenfalls der egogeilen Selbstvermarktung des Superstars. Dessen Talente liegen eindeutig beim vollen Körpereinsatz und nicht in differenzierter Schauspielkunst. Den Slip routiniert zwischen den Schenkeln durchzuziehen, ergibt noch lange keine Charakterstudie.
TV Spielfilm 17/1996: Kruder Krimi-Cocktail, angesiedelt irgendwo zwischen Parodie und Peinlichkeit.
TV Hören und Sehen 34/1996: Krimi-Komödie mit melodramatischen Zügen. 12,5 Mio. Dollar Rekordgage kassierte Demi für ihren netten nackten Körper. Fast noch sehenswerter: Reynolds' kleine, aber feine Auftritte.