Angst und Schrecken herrschen im Museum für Naturgeschichte in Chicago. Ein grauenvoller Mord überschattet die Vorbereitungen für eine große Ausstellung über Aberglaube, zu der sich alle Honoratioren der Stadt und sämtliche Förderer des Museums angesagt haben.
Aber der geheimnisvolle Killer treibt noch sein Unwesen im unüberschaubaren Labyrinth der zahllosen Säle und unterirdischen Gänge. Eine verdammt schlechte Zeit für eine Party ...
Die Ermittlungen werden für Lieutenant Vincent d'Agosta zu einem Wettlauf gegen die Zeit - die Eröffnung der Ausstellung darf sich keinesfalls verzögern. Zusammen mit der Evolutionsbiologin Dr. Margo Green forscht d'Agosta in den verzweigten Kellergewölben des riesigen Museums nach dem Killer. Ist es nur ein Mann, der in den Abwasserkanälen unter dem Museum haust? D'Agosta gibt sich mit schnellen Ergebnissen und naheliegenden Antworten nicht zufrieden. Und er hat recht: Die Wahrheit ist schrecklicher, viel schrecklicher als alle vermuten.
Von einer wissenschaftlichen Expedition nach Südamerika bekam das Museum zwei Kisten geliefert. In der ersten verfrachtete der Expeditionsleiter Whitney eine wertvolle Steinfigur nach Chicago: das Abbild des Kothoga, die Gottheit des südamerikanischen Stammes der Zenzera.
Kothoga soll das wertvollste Exponat der Aberglauben-Ausstellung werden. Aber was bedeuten die Blätter einer unbekannten tropischen Pflanze, die in der zweiten, sonst leeren Kiste verschickt wurden? Und Expeditionsleiter Whitney ist seitdem spurlos verschwunden.
Bald wird es zur tödlichen Gewißheit: In den Katakomben unter dem Museum lebt eine blutrünstige Kreatur, Kothoga wurde zum Leben erweckt. Er ist auf der Jagd. Er tötet. Und bald schon wird die ehrwürdige Stille des Museums durchbrochen von den Schreien seiner Opfer ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Filmkritik von Gerhard Heeke
Dirk Jasper FilmLexikon: Hollywood-Veteran Peter Hyams inszenierte nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Douglas Preston und Lincoln Child eine temporeiche Mischung aus Science Fiction und Thriller, in der sich Angst, Entsetzen und atemlose Spannung ein Gleichgewicht halten. Durch die verblüffenden Spezialeffekte haucht "Das Relikt" dem Genre neues, pulsierendes Leben ein und gibt dem Schrecken ein neues Leinwand-Gesicht: Sein Name ist Kothogo!
TV Movie 09/1997: Filme über blutrünstige Biester, die im Kellere auf ihre Opfer lauern, sind ein alter Hut. Leider ist auch Regisseur Peter Hyams zum Thema nichts Neues eingefallen. "Das Relikt" ist nur durchschnittliche Horrorkost: Zu konstruiert wirkt die Story, zu konventionell ist der Nervenkitzel.
film-dienst 09/1997: Nervenzerrender Horrorthriller, der aktuelle Angstthemen zu einem dramaturgisch übersteigerten Actionfilm verwebt, seine vielfältigen Anspielungen über die Ansätze hinaus nicht vertiefen kann.
TV Spielfilm 09/1997: Dieses Horrorkabinettstück bringt auch Hartgesottenen ganz gepflegt das Gruseln bei.
TV Hören und Sehen 17/1997: Schaurig-schöner, sehr aufwendiger Schocker mit Penelope Ann Miller. Top-Scifi-Vorfilm!
TV Today 09/1997: Viel Schleim und Getöse - aber ziemlich wenig Spannung. Da helfen auch die ansehnlichen Effekte nicht viel.
Rhein-Zeitung 30.04.1997: Effektvoller Horrorthriller.