Winter in Minnesota. Flaches Land, weiße Weite. Himmel und Erde lösen sich am Horizont auf im Zwielicht zwischen Wolken und Schnee. Land der Holzfäller und Handlungsreisenden.
Hier, in Minneapolis, lebt der Autoverkäufer Jerry Lundegaard mit seiner Frau, seinem Sohn und einem enormen Geldproblem, von dem seine Familie nichts weiß.
Jerry Lundegaard möchte dieses Problem lösen, indem er zwei Kriminelle anheuert, die seine Frau kidnappen und von seinem reichen, geizigen Schwiegervater Lösegeld erpressen sollen. Ein simpler Plan, hit and run, keinem wird wehgetan. So stellt sich Lundegaard das vor.
Aber dann werden die beiden Gangster mit der entführten Frau im Fond ihres Wagens nachts von einem State Trooper angehalten, und am nächsten Morgen liegen ein Polizist und zwei unschuldige Augenzeugen tot im Schnee.
Police Chief Marge Gunderson nimmt die Ermittlungen auf. Und während für Jerry Lundegaard langsam aber sicher alles, was schiefgehen kann, schief geht, schlendert Marge Gunderson mit unerschütterlicher Langmut und dem großen Appetit einer werdenden Mutter auf der Spur des Verbrechens voran.
Filmkritiken
film-dienst 23/1996: Ein spannender Thriller mit perfekt eingesetzten Zutaten des Genres, aber ebenso viel Gespür für Komik und Absurditäten. Darüber hinaus ein geradezu anrührendes Porträt von Land und Leuten. - Sehenswert.
Cinema 06/1996: Ein Gourmet-Happen in der Fast-Food-Kinotheke. Es gibt nur wenig Regisseure, die ihr Publikum mit jedem neuen Film überraschen können. Die Coens zählen dazu.
TV Spielfilm 23/1996: Virtuos inszenierte Krimi-Groteske mit dem typischen "Coen-Touch".
Der Spiegel: Einen feineren und intelligenteren Film werden wir so bald nicht zu sehen kriegen.
Bild: Göttlich. Einfach genial.