Der Unhold

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Unhold
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1996-09-12
Laufzeit Kino: 118 Minuten
Kinoverleih D: Tobis Filmkunst

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-04-21
Kaufkassette: 1997-10-06
Laufzeit Video: 94 Minuten
Anbieter: BMG UFA


Szenenfoto Während im fernen Stalingrad die sechste Armee kapituliert, reitet der Franzose Abel Tiffauges mit seinen großen Dobermännern wie ein schwarzer Mönch durch die masurischen Wälder, um Kinder für Hitlers schwindende Heerscharen zu entführen.

Der einfältige Abel macht seit seiner Gefangenschaft gemeinsame Sache mit den Nazis. Seine Liebe zu Kindern hat ihn an die paramilitärische Eliteschule Kaltenborn verschlagen. Hier üben sich Hunderte von Jungen zwischen 12 und 16 Jahren in Spielen, Wettkämpfen und Kriegshandwerk.

Abel umsorgt die Kinder und beschafft Nahrung. Erst im Angesicht russischer Panzer begreift er, dass er seine Schützlinge in den sicheren Tod geschickt hat ...


SzenenfotoDarsteller: John Malkovich (Abel), Armin Mueller-Stahl (Graf von Kaltenborn), Gottfried John (Oberforstmeister), Marianne Sägebrecht (Frau Netta), Volker Spengler (Reichsmarschall Göring), Heino Ferch (Obersturmbannführer Raufeisen), Dieter Laser (Professor Blättchen), Agnes Soral (Rachel), Sasha Hanau (Martine), Caspar Salmon (Abel als Kind)

Regie: Volker Schlöndorff

Stab: • Produzenten: Ingrid Windisch für Studio Babelsberg • Drehbuch: Jean-Claude Carriere, Volker Schlöndorff • Vorlage: Roman "Der Erlkönig" von Michel Tornier • Filmmusik: Michael Nyman • Kamera: Bruno de Keyzer • Spezialeffekte: Die Nefzers • Ausstattung: Ezio Frigerio, Didier Naert • Schnitt: Nicolas Gaster • Kostüme: Anna Sheppard • Make Up: Axel Zornow, Waldemar Pokromski • Ton: Karl-Heinz Laabs • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 18/1996: Ambitionierte, aufwendige Literaturverfilmung, die versucht, die Faszination des nationalsozialistischen Kultes auf ihre mythischen und romantischen Wurzeln hin zu durchleuchten. Ein wuchtiger Bilderbogen, historisch und politisch um Differenzierung bemüht, in seiner Intention allerdings verwirrend.

TV Spielfilm 19/1996: Die Mechanismen der Verführung greifen: Wer kann John Malkovich widerstehen?

Die Woche 13.09.1996: Politisch korrekter Film über die Mythen des Nationalsozialismus.

Cinema: Faszinierend-unheimliche Innenansicht des Dritten Reiches.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1996 Tobis Filmkunst © 1997 BMG/UFA © 1994 - 2010 Dirk Jasper