Während im fernen Stalingrad die sechste Armee kapituliert, reitet der Franzose Abel Tiffauges mit seinen großen Dobermännern wie ein schwarzer Mönch durch die masurischen Wälder, um Kinder für Hitlers schwindende Heerscharen zu entführen.
Der einfältige Abel macht seit seiner Gefangenschaft gemeinsame Sache mit den Nazis. Seine Liebe zu Kindern hat ihn an die paramilitärische Eliteschule Kaltenborn verschlagen. Hier üben sich Hunderte von Jungen zwischen 12 und 16 Jahren in Spielen, Wettkämpfen und Kriegshandwerk.
Abel umsorgt die Kinder und beschafft Nahrung. Erst im Angesicht russischer Panzer begreift er, dass er seine Schützlinge in den sicheren Tod geschickt hat ...
Filmkritiken
film-dienst 18/1996: Ambitionierte, aufwendige Literaturverfilmung, die versucht, die Faszination des nationalsozialistischen Kultes auf ihre mythischen und romantischen Wurzeln hin zu durchleuchten. Ein wuchtiger Bilderbogen, historisch und politisch um Differenzierung bemüht, in seiner Intention allerdings verwirrend.
TV Spielfilm 19/1996: Die Mechanismen der Verführung greifen: Wer kann John Malkovich widerstehen?
Die Woche 13.09.1996: Politisch korrekter Film über die Mythen des Nationalsozialismus.
Cinema: Faszinierend-unheimliche Innenansicht des Dritten Reiches.