Familien-Bande

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Familien-Bande
Titel USA: Roommates
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1995, FSK 6

Kino Deutschland: 195-06-27
Laufzeit Kino: 108 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-01-23
Laufzeit Video: 105 Minuten
Anbieter: Hollywood Pictures


Szenenfoto Pittsburgh 1963: Der kleine Michael Holeczek wird im Alter von fünf Jahren zum Vollwaisen. Gegen den Willen der Familie nimmt sein 78jähriger Großvater Rocky den Jungen bei sich auf. Rocky ist ein halsstarriger polnischer Einwanderer, der seine Brötchen Zeit seines Lebens als Bäcker verdient hat. Nach außen gibt er sich brüsk und dickköpfig, aber im Grunde seines Herzens ist er ein liebevoller Mann, mit dessen Macken sich Michael schnell arrangiert. Immerhin unterstützt der rüstige Großvater seinen Enkelsohn vorbehaltlos bei dessen Interessen.

Zehn Jahre nach dem der damals 15jährige Michael sein erstes Mikroskop geschenkt bekommen hat, arbeitet er als Arzt in einem Hospital in Columbus, Ohio. Ein Telefonanruf führt den mittlerweile an chronischer Schlaflosigkeit leidenden Jung-Doktor zurück nach Pittsburgh: Rockys altes Wohnhaus soll abgerissen werden, doch der fast 100jährige weigert sich auszuziehen.

Michael kann seinen Großvater schließlich überreden, zu ihm nach Columbus zu ziehen, wo Michael mit einer Gruppe von chinesischen Studenten - Rocky tauft sie mißtrauisch "die Kommunisten" - in einem kleinen Häuschen wohnt. Die Jahre haben Rocky nicht weniger eigen werden lassen - im Gegenteil: Der Senior ist renitenter und streitsüchtiger denn je. Trotzdem verhilft das vertraute Schnarchen des Alten den Enkel Michael zu seiner ersten durchschlafenen Nacht seit seinem Auszug.

Bei der Behandlung einer Patientin lernt Michael die hübsche Sozialarbeiterin Beth kennen, deren Familie der Oberschicht angehört. Die Standesunterschiede sind kein Hindernis für die beiden, sich ineinander zu verlieben - der eifersüchtige Stänkerer Rocky schon. Es bedarf hitziger Auseinandersetzungen zwischen ihm und Michael und eines gehörigen Maßes an Geduld von Beth, bis Rocky sich mit dem Gedanken anfreunden kann, dass er seinen Enkel künftig mit einer selbstbewußten Frau teilen muß.

Ein Traumposten führt Michael zurück in seine Heimatstadt Pittsburgh. dass zuvor die Hochzeitsglocken läuten, ist einzig Rocky zu verdanken, der Beth mittlerweile schätzengelernt hat. Er ist es, der Michael ins Gewissen redet, dass Beth nur darauf warte, gefragt zu werden, ob sie nicht mit ihm kommen wolle.

Zwei Jahre später gibt es erneut Aufregung in der Familie Holeczek: Bei Rocky wird Krebs festgestellt. Weil seine Frau jedoch einst an der Krankheit gestorben war, verweigert er die ärztliche Behandlung. Michael selbst muß seinen Großvater überreden, sich der notwendigen Operation auszusetzen. Und so zieht der 100jährige zum drittenmal mit Michael zusammen.

Es wird der tragischste Abschnitt ihrer mehr als 30 Jahre währenden Beziehung werden, in der beide lernen, dass es im Leben nichts Wichtigeres gibt als ein Familienmitglied, das in der Not da ist, um Trost zu spenden ...


SzenenfotoDarsteller: Peter Falk (Rocky Holeczek), D. B. Sweeney (Michael Holeczek), Julianne Moore (Beth), Ellen Burstyn (Judith), Jan Rubes (Bolek Krupa), Joyce Reebling (Barbara), Ernie Sabella (Stash), John Cunningham (Burt Shook), Noah Fleiss (Michael als 5jähriger), Lisa Davis (Betty)

Regie: Peter Yates

Stab: • Produzenten: Ted Field, Robert W. Cort für PolyGram • Drehbuch: Max Apple, Stephen Metcalfe • Vorlage: Idee von Max Apple • Filmmusik: Elmer Bernstein • Kamera: Mike Southon • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Dan Bishop • Schnitt: John Tintori • Kostüme: Lisa Donohue • Make Up: Greg Cannom, Bob Laden, Colleen Callaghan • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 13/1996: Eine dankbare Rolle für Peter Falk, doch als Film eine eindimensionale, lauwarme Imitation einst erfolgreicher komödiantischer Melodramen.

TV Spielfilm 13/1996: Recht charmante Generationskomödie mit unmotivierter Paukenschlag-Wendung.

Cinema 07/1996: Klischeehaft und bieder - aber Peter Falk ist in Hochform.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1995 für Greg Cannom, Bob Laden, Colleen Callaghan (Make Up)

Dirk Jasper FilmLexikon
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