Ernst Corinth über Powder

Am Schluß schlägt krachend der Blitz ein. Doch bevor der Abspann diesen miserablen Film von Victor Salva beendet, nutzt der gute Lehrer Donald Ripley (Jeff Goldblum) noch schnell die Gelegenheit für eine kleine patriotische Ansprache. Dann: Abendrot, ein weites Feld, Affe tot und Ende.

Auch am Anfang schlägt der Blitz ein: Eine hochschwangere Frau wird von ihm krachend getroffen und sofort in die Klinik transportiert. Der Arzt murmelt: ,,Zu spät, zu spät, sie hat ein Trauma.'' Die Frau ist konsequent, sie stirbt. Das Baby überlebt, ist jedoch ein Albino. Der Vater (vermutlich ein Alkoholiker) ist entsetzt. gibt das Kind zu seinen Eltern. Dort wächst es versteckt im Keller auf, liest Hunderte von Büchern und ist, als es nach dem Tod der Großeltern entdeckt wird, ein schwer kluger Teenager.

Da der junge Mann (Sean Patrick Flanery) aber ausschaut wie Michael Jackson nach weiteren 25 kosmetischen Operationen hat er arge Probleme mit seiner texanischen Umwelt. Selbst seine übernatürlichen Fähigkeiten, als da sind Gedankenlesen, elektromagnetischer Hokuspokus und anderer Firlefanz, helfen ihm leider nicht und beeindrucken nur eine herzensgute Heimleiterin (Mary Steenburgen) sowie einen genauso lieben Physiklehrer. So kommt, was schließlich krachend kommen muß; und zwar der Blitz, der diesen verquirlten esoterischen Unsinn nach knapp zwei Stunden gnädig beendet.

Dirk Jasper FilmLexikon
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