Lenny ist Sportjournalist im Big Apple, verheiratet mit einer Galeristin, ein Adoptiv-Kind. Weil es nicht mehr so recht klappt in seiner Ehe, kommt Lenny auf die Idee, die leibliche Mutter seines Adoptiv-Sohnes ausfindig zu machen.
Er trifft auf eine Porno-Darstellerin namens Linda Ash, eine Mischung aus Marilyn Monroe und Holly Golightly mit einer umwerfenden Helium-Stimme und wunderbar ordinären Sprache.
Eine großartige Aphrodite, heimlicher Wunschtraum und bisweilen auch Alptraum des vergeistigten New Yorkers, der sich nach Körperlichkeit sehnt. Ein Girl, das es zu retten gilt und zugleich eine Mama: aus dem alternden Lenny wird in Lindas Gegenwart auch wieder ein kleiner Junge ...
Filmkritiken
Cinema 08/1996: Erst mit dem Straßenmädchen Linda, das Lenny, den Bourgeois, mit einem fröhlichen "Sind Sie mein Drei-Uhr-Termin?" begrüßt, kommt Leben in die Bude. und Lennys Versuche, aus der Hure eine vermeintlich ehrenwerte Hausfrau zu machen, sind teilweise wirklich ganz amüsant. Aber eben nur teilweise ...
film-dienst 16/1996: Was in klassischere Zeit, die durch einen griechischen Tragödienchor repräsentiert wird, ein Trauerspiel gewesen wäre, entwickelt Woody Allen zu einer pointen- und einfallsreichen, klugen und warmherzigen Komödie, mit der er einmal mehr die Sinnsuche eines intellektuellen Stadtmenschen beschreibt.
TV Hören und Sehen 32/1996: Brillantes Feuerwerk witziger Dialoge und Szenen. Woody Allen als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller scheint endlich sein Mia Farrow-Trauma überwunden zu haben. So komisch, so bissig, so einfallsreich war das Allround-Talent schon lange nicht mehr. Allen-Fans behaupten sogar: "Besser als in seinen besten Zeiten." Zweifellos aber: ein überraschender Film, für den Mira Sorvino als beste Nebendarstellerin sogar einen Oscar erhielt!
FAZ: Eine warmherzige und spritzige Komödie, die durch beißenden Sarkasmus und scharfe Untertöne an Brisanz gewinnt.
Der Spiegel: Ein heiterer, ungewöhnlich spritziger Jahrgang.