Ernst Corinth über
Aus nächster
Nähe
Ach, kann Liebe
schön sein. Vor allem wenn die Liebenden so makellos
schön sind wie Robert Redford, dessen schöne Falten und
sein schönes Lächeln wirklich entzückend sind, und
Michelle Pfeiffer, die so wunderschön den schönen Robert
anschmachten kann. Und das Ganze dann auch noch von dem
Schönheitsexperten unter den Hollywood-Regisseuren, Jon Avnet
("Grüne Tomaten"), in einer schönen Kulisse wie Miami in
Szene gesetzt wird.
Wer also schön mitleiden,
sich von Herzen erfreuen und zwischendurch ins Taschentuch
schluchzen möchte, der wird seinen Spaß haben an der
Geschichte vom wundersamen Aufstieg eines modernen Aschenputtels zu
Amerikas erfolgreichster TV-Journalistin. Einer jungen Frau, die
natürlich aus ganz armen Verhältnissen stammt und nur
einen Traum hat: Erfolg beim Fernsehen.
Auf ihrem Weg nach oben lernt
Tally (Pfeiffer) Warren (Redford), den Nachrichtenchef eines
Senders in Miami, kennen, der sie schnell unter seine Fittiche
nimmt, ihr die Geheimnisse des Jobs verrät ("Der ist nicht
dämlich, der ist Moderator.") und sich schließlich
unsterblich in sie verliebt. Nach einer langen Stunde tun die
beiden Hübschen dann das, was Liebende zuweilen eben so tun.
Und nach einer weiteren Stunde darf endlich geweint werden. Schuld
an unseren finalen Tränen haben übrigens die bösen
Guerilleros in Panama, die Regisseur Avnet vermutlich nur
verpflichtet hat, um der darbenden Taschentuchbranche zu einem
neuen schönen Umsatzrekord zu verhelfen.
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