Viel Wirbel wurde um
"DNA - Die Insel des Dr. Moreau" nach der schon mehrfach verfilmten
Kurzgeschichte "Die Insel des Dr. Moreau" von H. G. Wells im
Vorfeld betrieben. Vollmundige Ankündigungen über die zu
erwartende Qualität des Filmes wurden unters Volk gestreut.
Was war dran?
Der Nobelpreisträger und Genforscher Dr. Moreau (Marlon Brando) hat sich seit mehreren Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt nun auf einer auf keiner Karte verzeichneten Insel. Als der Pilot Douglas (David Thewlis) eines Tages strandet und von dem Arzt Montgomery (Val Kilmer) aufgelesen wird, scheint er das schlimmste überstanden zu haben. Doch er wird nicht zurück in die Zivilisation, sonder auf die Insel Moreaus verschleppt, wo er dessen Tochter (Fairuza Balk) kennen- und lieben lernt. Nach kurzer Zeit findet er heraus, dass der Doktor Züchtungen an Tier-Menschen vornimmt. Jetzt bangt Douglas um sein Leben ... Hört sich ja ziemlich spannend an. Ist es aber nicht. Ich darf es gleich vorwegnehmen, dass dieser Film einer der schlechtesten ist, den ich mir in den letzten Jahren antun durfte. Der Hauptdarsteller ist so unsympathisch, dass man sich nicht im geringsten mit ihm identifizieren kann - das Todesurteil für jeden Film. Die Auftritte des ewig zugekifften Val Kilmers sind größtenteils großartig und cool inszeniert - passen jedoch überhaupt nicht in diesen Film und zerstören jegliche zwischendurch aufgebaute Atmosphäre. Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich denke schon, dass die Story ein großes Potential in sich birgt - aber die Umsetzung von Regisseur John Frankenheimer (der nach nur drei Drehtagen den eigentlichen Regisseur Richard Stanley wegen "kreativer Differenzen" ablöste) ist völlig ohne Biß. Val Kilmer spielt ziemlich lustlos, die digitalen Effekte der sonst so perfekten Effektschmiede Digital Domain wirken lieblos und aufgesetzt. Einzig und allein das MakeUp der Kreaturen (von Stan Winston) und das Schauspiel Brandos retten den Film vor dem Absturz. Zu allem Überfluß wirkt die moralische Aufrüttelung zu Schluß des Films völlig fehl am Platz. Das ist einfach kein gutes Jahr
für den Horror-Film.
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Viel Wirbel wurde um
"DNA - Die Insel des Dr. Moreau" nach der schon mehrfach verfilmten
Kurzgeschichte "Die Insel des Dr. Moreau" von H. G. Wells im
Vorfeld betrieben. Vollmundige Ankündigungen über die zu
erwartende Qualität des Filmes wurden unters Volk gestreut.
Was war dran?