Lügen und Geheimnisse

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Lügen und Geheimnisse
Titel England: Secrets And Lies
Genre: Drama
Farbe, England, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1996-09-12
Laufzeit Kino: 142 Minuten
Kinoverleih D: Pandora

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-03-10
Kaufkassette: 1997-05-05
Laufzeit Video: 140 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Nach dem Tod ihrer Adoptiveltern will Hortense, eine junge schwarze Optikerin aus London, herausfinden, wer ihre leibliche Mutter ist. Aus den Unterlagen der Sozialbehörde erfährt sie zu ihrer Überraschung, dass diese weiß ist.>P> Sie heißt Cynthia, ist eine unverheiratete Fabrikarbeiterin und lebt mit ihrer Tochter Roxanne in einem schäbigen Reihenhaus.

Nach einigen schwierigen Anläufen lernen sich Hortense und Cynthia kennen, und was voller Spannungen und Mißtrauen begann, entwickelt sich zu einer warmherzigen Mutter-Tochter-Beziehung.

Als Cynthias Bruder Maurice und dessen Frau Monica, die in besseren Kreisen leben, an Roxannes 21. Geburtstag eine Feier ausrichten wollen, fragt Cynthia ihren Bruder, ob sie Hortense, eine "Arbeitskollegin", mitbringen dürfe ...


SzenenfotoDarsteller: Timothy Spall (Maurice), Phyllis Logan (Monica), Brenda Blethyn (Cynthia), Claire Rushbrook (Roxanne), Marianne Jean-Baptiste (Hortense), Elizabeth Berrington (Jane), Michele Austin (Dionne), Lee Ross (Paul), Lesley Manville (Sozialarbeiterin), Ron Cook (Stuart)

Regie: Mike Leigh

Stab: • Produzenten: Simon Channing-Williams • Drehbuch: Mike Leigh • Vorlage: - • Filmmusik: Andrew Dickson • Kamera: Dick Pope • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Alison Chitty • Schnitt: John Gregory • Kostüme: Maria Price • Make Up: Christine Blundeli • Ton: George Richards • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Die Woche 13.09.1996: Für seine drastische, aber optimistische Darstellung menschlicher Beziehungen wurde Leigh mit der Goldenen Palme in Cannes 1996 ausgezeichnet. Das Gestrüpp verlogener Familienbande aufdecken zu wollen, hat Bergmansche Tradition. Doch der guten Absicht zuviel, rutscht der 53jährige, der das "New British Cinema" mit begründete, ins Pathetische ab: Maurices Monolog über Wahrheit und Liebe erreicht die Grenzen des Erträglichen und katapultiert den Regisseur leider ans Ufer der Moralisten.

film-dienst 19/1996: Ein künstlerisch herausragender, emotional anrührender und zutiefst warmherziger Film über Menschen, die sich vom Leben betrogen fühlen und ihren Schutz hinter einem Gespinst von Lügen und Geheimnissen suchen, am Ende jedoch die befreiende Kraft der Wahrheit erfahren und zu vertiefter Zuneigung und Liebe befähigt werden.

TV Hören und Sehen 18/1996: Lachen und Weinen - lange lagen sie nicht mehr so dicht beieinander wie in diesem Film. Ein Top-Ensemble!

Der Spiegel: Das Ganze hat die himmelschreiende Komik, die Verzweiflungstiefe und die Heiterkeit eines Tschechow-Stücks.

Stuttgarter Zeitung: Wenn je ein ganzes Ensemble es verdient, auf Palmenstreu gebettet zu werden, dann diesere durch Geheimnis und Lügen zur Wahrheit taumelnde Trupp.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1996 für "Lügen und Geheimnisse" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1996 für Mike Leigh (Regie)
Oscar-Nominierung für 1996 für Brenda Blethyn (Hauptdarstellerin)
Oscar-Nominierung für 1996 für Marianne Jean-Baptiste (Nebendarstellerin)
Oscar-Nominierung für 1996 für Mike Leigh (Original-Drehbuch)

Cannes 1996: Goldene Palme für "Lügen und Geheimnisse"
Cannes 1996: Brenda Blethyn (Beste Darstellerin)

Dirk Jasper FilmLexikon
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