Wir schreiben mal
wieder das Jahr 2017. Amerika steckt mitten in seinem zweiten
Bürgerkrieg. Die Menschheit wird von einem Killer-Virus
bedroht. Der Himmel ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Die
Bösen laufen traditionsbewußt in Naziuniformen herum. Und
Udo Kier, der einen Kellner spielt, hat eine Glatze. Aber auf eines
ist Verlaß, auf Pamela Anderson Lees erstaunliche Oberweite,
die uns gleich im Vorspann dieses kruden Comic-Endzeitabenteuers
entblößt in die Augen springt, die den kleinen
Männern unter uns gewiß gefallen wird und die uns danach
leider aus vermutlich dramaturgischen Gründen nur noch
eingepackt oder sadomasomäßig eingezwängt
begegnet.
Doch Mops hin, Möpse her. Der ,,Bay-Watch''-Star hat es sogar faustdick hinter den Ohren und eine Lizenz zum Töten. In einer der letzten freien Städte Amerikas betreibt unsere Pamela eine Nachtbar, nennt sich ,,Barb Wire'' und kann eines nicht ausstehen. Und zwar wenn ein Kerl ,,Babe'' zu ihr sagt. Dann gibt's Ärger, einen tödlichen Pfeil zwischen die Augen oder eine Pistolenkugel in den fetten Leib. Eines Tages jedoch wird sie, die ausdrücklich nur noch aus egoistischen Interessen handelt, mit ihrer heroischen Vergangenheit konfrontiert. Sie soll einem ehrlich langweiligen Rebellenpaar zur Flucht verhelfen, sich dabei mit den postmodernen Nazischergen anlegen, tut es schließlich auch - und wir dürfen uns köstlich amüsieren. Denn bei aller Dämlichkeit, die diesen Film auszeichnet, er hat durchaus brillante Momente: ,,Barb Wire'' ist nämlich ohne Zweifel das schrägste Remake des Jahres. Vorbild ist der olle Klassiker ,,Casablanca'', den Regisseur David Hogan frech recycelt, daraus zitiert hat, dass sich die Balken vor Lachen biegen. Und den er am Ende sogar fast Bild für Bild genau kopiert hat. Bloß der korrupte Polizist,
der einst mit Bogie eine wunderbare Männerfreundschaft
beginnen wollte, hat bei Pamela in der glorreichen Schlußszene
keine Chance. Er: ,,Ich glaube, ich hab' mich in dich verliebt.''
Sie: ,,Dann stell dich hinten an!'' Wir: Grandios!
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Wir schreiben mal
wieder das Jahr 2017. Amerika steckt mitten in seinem zweiten
Bürgerkrieg. Die Menschheit wird von einem Killer-Virus
bedroht. Der Himmel ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Die
Bösen laufen traditionsbewußt in Naziuniformen herum. Und
Udo Kier, der einen Kellner spielt, hat eine Glatze. Aber auf eines
ist Verlaß, auf Pamela Anderson Lees erstaunliche Oberweite,
die uns gleich im Vorspann dieses kruden Comic-Endzeitabenteuers
entblößt in die Augen springt, die den kleinen
Männern unter uns gewiß gefallen wird und die uns danach
leider aus vermutlich dramaturgischen Gründen nur noch
eingepackt oder sadomasomäßig eingezwängt
begegnet.