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Wenn Männer gegeneinander Krieg führen, dann sehen Frauen ziemlich alt aus. Und der Rest der Menschheit amüsiert sich. Das neueste Beispiel liefert Regisseur Ron Howard mit seinem Entführungstriller ,,Kopfgeld'' (ein Remake des 1955 von Alex Segal gedrehten Films ,,Menschenraub''), in dem Rene Russo nicht den Hauch einer darstellerischen Chance besitzt. Gut zwei Stunden lang wirkt der weibliche Hollywoodstar erschreckend blaß, guckt ständig betroffen in die Kamera und hat zudem belanglose Sätze zu sprechen wie: ,,Ich vertraue meinem Mann''.Denn der wird's schon irgendwie richten. Schließlich ist das kein geringer als Mel Gibson, der hier den millionenschweren Eigentümer einer Luftfahrtgesellschaft gibt. Ein Mann, der, wenn's drauf ankommt, sich mit Geld den Weg frei kauft und genau aus diesem Grund von einer Gruppe schwer neurotischer Krimineller als Opfer ausgewählt wird. Sie entführen also seinen achtjährigen Sohn. Alles geht seinen gewöhnlichen Kidnapping-Gang. Doch dann - das FBI hat gerade mal wieder alles kinoreif verbockt - scheitert die Geldübergabe, und plötzlich erfährt die Geschichte eine nette, weil überraschende Wendung: Tom Mullen alias Gibson tritt vor die TV-Kameras, setzt ein Kopfgeld von zwei Millionen auf die Entführer aus und die bekommen einen gehörigen Schreck.
Zwar hat Ron Howards Thriller manche Schwächen. Beispielsweise ist es für den Zuschauer viel zu offensichtlich, dass Tom Mullen richtig handelt. Auch die Beziehungen der Personen untereinander werden kaum entwickelt und selbst die Logik gönnt sich zwischendurch immer mal wieder eine kurze Kaffeepause. Dennoch ist ,,Kopfgeld'' bis zum Schluß nervenaufreibend spannend. Und da die beiden Männer, die sich hier bekriegen, der gute Mel Gibson und der böse Gary Sinise, zwei echte Kerle sind, ist der Film schon ein Lösegeld in Höhe einer Eintrittskarte wert.
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