Leben!
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Leben!
Titel USA: To Live!
Titel China: Huozhe
Genre: Tragikomödie
Farbe, Hongkong / VR China, 1994

Kino Deutschland: 1994-07-28
Laufzeit Kino: 132 Minuten, FSK 12
Kinoverleih D:

Video-Cover
Video-Cover Video Deutschland: 1995-02-20
Laufzeit Video: 127 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Der Spieler Fugui will sein Gesicht nicht verlieren. Als ihn seine Frau Jiazhen vom Spieltisch holen will, setzt er erst recht weiter - und verliert alles. Das Familienerbe wechselt den Besitzer; Fugui bleibt nur ein Kasten mit Schattenspielfiguren, die ihm der Gewinner überläßt.

Doch Fugui gewinnt das Leben: 1949, nur wenig später, als die Kommunisten die Macht übernehmen, wird der Gewinner als Grundbesitzer erschossen. Gemeinsam mit seiner Frau übersteht er die Wirren der Kulturrevolution, den Großen Sprung nach vorne, den Terror der Roten Brigaden.

Trotz harter Schicksalsschläge bewahren sie sich immer noch ein kleines Stück Hoffnung ...


SzenenfotoDarsteller: Ge You (Fugui), Gong Li (Jiazhen), Niu Ben (Stadtoberhaupt), Guo Tao (Chunsheng), Jiang Wu (Er Xi), Ni Da Hong (Long Er), Liu Tian Chi

Regie: Yimou Zhang

Stab: • Produzenten: Chiu Fusheng für Era International / Shanghai Film Studios • Drehbuch: Yu Hua, Lu Wei • Vorlage: Roman "Leben!" von Yu Hua • Filmmusik: Zhao Jiping Yuan • Kamera: Lu Yue • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Cao Jiuping • Schnitt: Du Yuan • Kostüme: - • Make Up: Sun Wai • Ton: Tao Jing • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Yimou Zhang hat die scharfe Kritik seiner frühen Filme zurückgenommen und schlägt in der Tragikomödie eher leise Töne an. Für die kleinen Leute geht es nur ums Überleben. Sie passen sich an und versuchen, sich in den revolutionären Umwälzungen irgendwie einzurichten. Und das Leben geht weiter - obwohl Fugui und Yiazhen ihre beiden Kinder verlieren und während der Kulturrevolution ab 1966 die Schattenspielfiguren, ihre Existenzgrundlage, verbrannt werden.

Lexikon des internationalen Films: Am populären Erzählkino orientiert, nutzt der Film Formen des Melodrams, um den menschlichen Überlebenswillen zu feiern. Ein Werk von großer emotionaler Kraft, das über das Einzelschicksal hinaus auch immer die (gesellschafts-) politische Entwicklung in China zur Sprache bringt.

Video Plus: Yimou Zhang bewegende Familienchronik schildert das Leben in der Volksrepublik China unter der Herrschaft Maos. Mit grimmigem Humor und leiser Kritik schildert der Regisseur ("Rote Laterne") die Wirren der Kulturrevolution, den "großen Sprung nach vorn" und den Terror der Roten Brigaden.

Der Spiegel: Mit scharfem, riskantem Humor erzählt: Das befreiende Lachen, das der Staat seinem Volk nicht gönnen mag.


SzenenfotoBemerkungen

Yimou Zhang skizziert in seinem Film, den er mit Geld aus Taiwan in Hongkong gedreht hat, die Chronik einer Familie vor dem Hintergrund der chinesischen Zeitgeschichte.

Sein Film wurde in China verboten, und der Regisseur an der Reise nach Cannes gehindert, wo "Leben!" den Großen Preis der Jury gewann.

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