Ernst Corinth über Der verrückte Professor

Dick, dicker, am dicksten versucht Eddie Murphy nun ein fettes Comeback. Und die Dicken unter uns dürfen sich freuen. Denn Tom Shadyacs Komödie endet mit der entzückenden Botschaft, dass es vor allem auf die innere und nicht so sehr auf die äußere Schönheit eines Menschen ankommt. Wer es glaubt, wird selig oder sitzt, wie in diesem Fall eben, in einer Hollywood-Produktion.

In diesem Remake eines alten Jerry-Lewis-Films spielt der schwarze Komikerstar einen Professor, der sich durch eine Wunderdroge in einen völlig anderen Typen verwandelt. Vorher ist Murphy als Sherman Klump dick wie eine Flunder, hinterher als Buddy Love schlank wie ein Aal, hat plötzlich Sex-Appeal wie ein Torero, kann sogar blubbern wie ein Wasserfall und ist zappelig wie ein durchgeknallter RTL-Showmaster.

Das Beste an dieser typischen, leider ziemlich albern synchronisierten Eddie-Murphy-Klamotte ist jedoch die Leistung des Maskenbildners und dreifachen Oscar-Gewinners Rick Baker, der - unterstützt von ein paar wirklich hübschen Computertricks - die erstaunliche Wandlung des Hauptdarstellers erst möglich gemacht hat. Ja, da lacht der Cholesterinspiegel und die Leber wundert sich.

Dirk Jasper FilmLexikon
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