Female Perversions

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Auszeichnungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Female Perversions
Titel USA: Female Perversions
Genre: Erotik-Drama
Farbe, USA, 1996

Kino Deutschland: 1996-10-24
Laufzeit Kino: 114 Minuten
Kinoverleih D: Kinowelt

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-05-05
Kaufkassette: 1997-07-07
Laufzeit Video: 109 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Eve Stephens ist eine Frau auf dem Weg nach oben. Sie ist hochintelligent, jung, schön, und sie macht Karriere. Als Staatsanwältin in Los Angeles hat sie soeben einen spektakulären Prozeß gewonnen, und ihre Berufung zur Richterin steht unmittelbar bevor.

Hinter ihrem topmodischen, gestylten, selbstbewußten Äußeren verbirgt sich jedoch ihre dunkle Seite, in der sie getrieben ist von machtvollen erotischen Phantasien, in denen Angst und Lust sich mischen, von Träumen, die ihr den Atem rauben, und von Kindheitserinnerungen, die sie in Unruhe versetzen.

Nichts in ihrem Leben will sie dem Zufall überlassen, und so inszeniert Eve den Sex mit ihrem Liebhaber John genauso wie ihre Auftritte in der Öffentlichkeit. Aber nicht alles und alle in ihrer Umgebung lassen sich kontrollieren. In der Anwaltskanzlei hat Eves Chef bereits eine Nachfolgerin für ihren Posten bestimmt, die attraktive Langley.

IhreAffäre mit Renee, der jungen Ärztin vom Büro nebenan, verläuft anders, als Eve es sich wünscht. Und zu allem Überfluß wird ihre Schwester Madelyn wegen Ladendiebstahls verhaftet und braucht dringend Eves juristischen Beistand.

Die Konfrontation mit Madelyn, die den völlig gegensätzlichen Weg einer intellektuellen und gesellschaftlichen Außenseiterin eingeschlagen hat, und Eves eigene Unsicherheiten und Panikanfälle beschwören einen Ansturm von Visionen herauf, die immer heftiger werden, je näher das alles entscheidende Gespräch mit dem Gouverneur rückt, das für ihre Berufung zur Richterin ausschlaggebend ist.

Außer sich vor Wut, überzeugt davon, komplett versagt zu haben, und nach einer Schuldigen suchend, stürmt Eve am Abend nach der Begegnung mit dem Gouverneur in Madelyns Wohnung, wo sie sich ihren Zweifeln, Ängsten und verborgensten Wünschen stellen muß ...


SzenenfotoDarsteller: Tilda Swinton (Evelyn Stephens), Amy Madigan (Madelyn Stephens), Karen Sillas (Renee), Frances Fisher (Annunciata), Laila Robins (Emma), Clancy Brown (John), Paulina Porizkova (Langley Flynn), Dale Shuger (Edwina), Lisa Jane Persky (Margot), John Diehl (Jake Rock), J. Patrick McCormack (Wallace Leishman)

Regie: Susan Streitfeld

Stab: • Produzenten: Mindy Affrime • Drehbuch: Julie Hebert, Susan Streitfeld • Vorlage: Sachbuch "Weibliche Perversionen" von Louise J. Kaplan • Filmmusik: Debbie Wiseman • Kamera: Teresa Medina • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Missy Stewart • Schnitt: Curtiss Clayton, Leo Trom • Kostüme: Angela Billows • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Susan Streitfelds Vorhaben, aus einem wissenschaftlichen Buch einen Feature-Film zu machen, wurde mit viel Skepsis begleitet. Ihr ist dennoch gelungen, die Studie von Kaplan über Frauen, deren Perversionen ihr Leben und ihre Sexualität prägen, in teils wunderschönen Bildern und in verständlicher Weise zu interpretieren.

film-dienst 24/1996: Komplexes Psychodrama, das nach einem feministischen Bestseller den weiblichen Deformationen innerhalb einer von Männern dominierten Gesellschaft nachspürt. Ein provokanter Beitrag, der durch seine fragmentarische Struktur und dem Spiel mit verschiedenen Realitätsebenen nach Möglichkeiten weiblicher Identität forscht. - Sehenswert.

TV Spielfilm 24/1996: dass Perversionen hier weiblich sind, ist nur ein Nebenaspekt dieser erotisch-feministischen Collage. Die ausgezeichnete Besetzung ... hilft aber auch nicht über die arge Kopflastigkeit hinweg.

Ticket Berlin: In einer wahren Bilderorgie verdichten sich symbolische Phantasien, beißender Wortwitz, ironische Brechungen ... erotische Sequenzen, detailverliebte Beobachtungen und dramaturgische Wendungen.

Cinema: Tilda Swinton ist eine der schönsten Frauen, die je auf Erden wandelten ... Ausnahme-Kino: suggestiv, bizarr ... und phantastisch.


SzenenfotoAuszeichnungen

Ausgezeichnet mit dem Preis der Jury für Neue Talente beim Los Angeles Gay & Lesbian Film Festival 1996.

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